
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rezeptionsgeschichte der biblischen Figur Delila aus der Simson-Delila-Erzählung in Ri 16,4-21. Die theoretische Basis für die Arbeit bilden Fragen der Rezeption sowie der literaturwissenschaftliche Ansatz der Rezeptionsästhetik. Als wichtige Anknüpfungspunkte für die Rezeption gelten sogenannte „Leerstellen“, Stellen der Unbestimmtheit, im Text. Diese werden bei einer genauen Textanalyse der Perikope aufgedeckt und auf ihre Deutungs-möglichkeiten hin analysiert. Beispielhaft für die umfangreiche Rezeptions-geschichte der gesamten Simson-Delila-Erzählung werden zwei Werke genauer betrachtet: John Miltons episches Gedicht Samson Agonistes (1671) und Camille Saint-Saëns‘ Oper Samson et Dalila (1877). Bei einer Untersuchung dieser Werke werden Parallelen und Unterschiede herausgearbeitet, insbesondere in Hinblick auf Delila. Ziel dieser Arbeit ist es, aufzuzeigen, wie die biblischen Leerstellen in der Rezeptionsgeschichte mit Interpretationen und Deutungen gefüllt werden. Die Untersuchung zeigt, dass die Werke der Rezeptionsgeschichte einander intertextuell beeinflussen, die Bibel bildet nicht die alleinige Grundlage für die Darstellung Delilas, die tendenziell negativ ausfällt.
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