
Bezüglich ihrer digitalen Sprachassistenten verfolgt das Unternehmen Amazon eine klare Verkaufsstrategie: Die Herstellung einer Freundschaft zwischen den Benutzerinnen oder Benutzern und der künstlichen Intelligenz Alexa. Diese Diplomarbeit widmet sich einerseits der Frage, ob eine freundschaftliche Beziehung zwischen Mensch und intelligenter Maschine überhaupt möglich ist, und andererseits inwieweit die Manipulationen durch die intelligenten Lautsprecher Amazons moralisch vertretbar sind. Schließlich behält das Unternehmen damit vielfach die Kontrolle welche Musik und welche Nachrichten wir hören und wäre sogar in der Lage unser Denken und unsere Emotionen gezielt zu beeinflussen. Als Grundlage für die Bewertung der emotionalen Beziehung dient die aristotelische Freundschaftskonzeption, die in einem ersten Hauptteil dargestellt wird. Es stellt sich heraus, dass Freundschaft auf Gegenseitigkeit beruhen muss und dass die Fähigkeit zur Freundschaft daher von den Kompetenzen Denken, Bewusstsein und freier Wille abhängig ist. Mit der Skizzierung des Forschungsgebiets der Künstlichen Intelligenz kann die Untersuchung zu dem Ergebnis kommen, dass eine Freundschaft zwischen Mensch und Alexa nach Aristoteles nicht möglich ist. Eine zweite große ethische Konzeptdarstellung in dieser Diplomarbeit betrifft die Manipulationsethik von Alexander Fischer, die einen Fragebogen enthält, der in der abschließenden Fallanalyse seine Anwendung findet. Sie kommt zu dem Ergebnis: Die Manipulationen seitens Amazon durch digitale Sprachassistenten sind ethisch illegitim.
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