
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der individuellen Lebenssituation von Müttern mit Kindern mit Behinderung vor und nach der Geburt ihres Kindes. Dabei werden mit Hilfe von biografisch-narrativen Interviews fünf betroffene Mütter befragt, um herauszuarbeiten, welche biografischen Veränderungen durch die Geburt ihres Kindes mit Behinderung eintraten. Zusätzlich werden die Mütter über ihrer Erfahrungen mit dem Planungsansatz der Persönlichen Zukunftsplanung befragt, um zu eruieren, ob und inwiefern sich dieser als hilfreich für betroffene Mütter und deren Familien erweist, und welches Veränderungspotenzial in diesem steckt. Die Interviews werden mithilfe der Grounded-Theory-Methodologie nach Kathy Charmaz ausgewertet und interpretiert. Die Ergebnisse der Forschungsarbeit zeigen, dass die Geburt eines Kindes mit Behinderung Neu- und Umstrukturierungsprozesse in unterschiedlichen Lebensbereichen sowie Lernprozesse bei den betroffenen Müttern auslöst. Diese Erfahrungen und Prozesse ziehen biografische Veränderungen in Bezug auf die Diagnose und den Anerkennungsprozess, auf das Familienleben, auf den beruflichen Werdegang und auf der persönlichen Ebene nach sich. Die Auswertung der Interviews zeigte überdies, dass die Verarbeitung und die damit einhergehenden Veränderungen nicht bei allen Frauen gleich ausfallen, sondern unterschiedliche Formen und Ausprägungen annehmen können, was wiederum bedeutet, dass diese Arbeit keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit erhebt, sondern lediglich die persönlichen und individuellen Lebenswelten und Erfahrungen der befragten Frauen analysiert und interpretiert. Weitere Forschungsergebnisse der Arbeit beziehen sich auf die Erfahrungen und Erlebnisse der Frauen mit dem Ansatz der Persönlichen Zukunftsplanung. In diesem Zusammenhang zeigt die Auswertung der Interviews, dass die betroffenen Mütter viele positive Erfahrungen machten, die unterschiedliche Veränderungen für sich und ihre Familie haben. Die Fokussierung auf Stärken und Fähigkeiten der Person mit Behinderung im Zukunftsplanungsprozess sowie die ressourcenorientierte, gemeinsame Sammlung von Ideen und Veränderungen für die Zukunft wirken sich auf die planende Person und die betroffenen Familienmitglieder demnach positiv aus.
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