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Die Beziehung von Leistungsmotivation und Anstrengungsvermeidungsmotivation bei Schülerinnen und Schülern der 5. bis 8. Schulstufe

Authors: Mayer, Elisabeth;

Die Beziehung von Leistungsmotivation und Anstrengungsvermeidungsmotivation bei Schülerinnen und Schülern der 5. bis 8. Schulstufe

Abstract

Der Schwerpunkt dieser Arbeit lag darauf, den Zusammenhang zwischen Zielen, die in Lern- und Leistungssituationen verfolgt werden und der Tendenz zur Anstrengungsvermeidung zu analysieren. Bisherige Studien bezogen sich entweder auf die Zielorientierung oder auf die Anstrengungsvermeidung; nicht jedoch darauf, in welcher Beziehung diese zueinander stehen. Der Datensatz umfasste insgesamt 295 Schülerinnen und Schüler, die zum Zeitpunkt der Untersuchung die fünfte bis achte Schulstufe von Haupt- bzw. Neuen Mittelschulen sowie Gymnasien in Niederösterreich und Burgenland besuchten. Die Daten wurden mit Hilfe der Skalen zur Erfassung der Lern- und Leistungsmotivation (SELLMO-S; Spinath et al., 2002) und des Anstrengungsvermeidungstests (AVT; B. Rollett & Bartram, 1998) erhoben. Zudem kamen zwei selbst gestaltete Papier-Bleistift-Fragebögen zur Anwendung, wovon einer an die Schülerinnen und Schüler gerichtet war, während der andere die Unterstützung der Erziehungsberechtigten erforderte. Von den Schülerinnen und Schülern wurden hierbei einerseits Sozialdaten (Geschlecht, Alter, Schultyp und Schulstufe) erhoben, andererseits die Noten im letzten Halbjahreszeugnis in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch eruiert. Die Erziehungsberechtigten wurden unter anderem gebeten, Angaben zu ihrer höchsten abgeschlossenen Ausbildung und ihrer derzeitigen beruflichen Situation zu machen. Die Zusammenhänge zwischen den Lernzielen, den Annäherungs-Leistungszielen, den Vermeidungs-Leistungszielen, der Arbeitsvermeidung und der Anstrengungsvermeidung bzw. dem Pflichteifer wurden nicht nur in der Gesamtstichprobe analysiert, sondern auch in den Teilstichproben, die verschiedene Schultypen (Hauptschule bzw. Neue Mittelschule, Allgemeinbildende Höhere Schule) und Schulstufen (fünfte bis achte Schulstufe) miteinbezogen. Auf Grundlage der Gesamtstichprobe resultierten mittlere, signifikant positive Zusammenhänge zwischen der Arbeits- und der Anstrengungsvermeidung sowie zwischen den Lernzielen und dem Pflichteifer. Zudem korrelierten Lernziele signifikant negativ mit der Anstrengungsvermeidung; ein Resultat, das auch auf die Beziehung zwischen der Arbeitsvermeidung und dem Pflichteifer zutraf. Die Annäherungs-Leistungszielorientierung stand in einer signifikant positiven Beziehung zum Pflichteifer; die Vermeidungs-Leistungszielorientierung wies einen signifikant positiven Zusammenhang zur Anstrengungsvermeidung auf. Darüber hinaus konnten signifikante Unterschiede zwischen den Produkt-Moment-Korrelationen in verschiedenen Teilstichproben festgestellt werden: Der negative Zusammenhang zwischen den Lernzielen und der Anstrengungsvermeidung fiel bei Schülerinnen und Schülern der fünften Schulstufe von Allgemeinbildenden Höheren Schulen signifikant höher aus als bei Schülerinnen und Schülern von Haupt- und Neuen Mittelschulen. Ebenso erwies sich der positive Zusammenhang zwischen den Lernzielen und dem Pflichteifer bei Schülerinnen und Schülern der sechsten Schulstufe einer Allgemeinbildenden Höheren Schule als signifikant höher. Im Gegensatz dazu standen die Ergebnisse der siebten und achten Schulstufe der jeweiligen Schultypen; sowohl die Korrelation zwischen den Lernzielen und dem Pflichteifer (achte Schulstufe) als auch die Korrelation zwischen den Lernzielen und der Anstrengungsvermeidung (siebte Schulstufe) erwiesen sich bei Schülerinnen und Schülern von Haupt- und Neuen Mittelschulen höher als bei Schülerinnen und Schülern von Allgemeinbildenden Höheren Schulen.

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