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Lehramtsstudium Physik

Authors: Kerschenbauer, Stephanie;

Lehramtsstudium Physik

Abstract

Ziel dieser Diplomarbeit ist, - die Generierung von Daten zur Qualität und Effektivität der derzeitigen Physiklehramtsausbildung an der Universität Wien, - das Aufdecken von Defiziten in der Ausbildung und - die Erarbeitung von Verbesserungsvorschlägen. Im ersten Teil der Arbeit wird der theoretische Rahmen für die darauf folgende empirische Untersuchung dargestellt. Folgende Themen werden in diesem Abschnitt behandelt: - die Bedeutung der Professionalisierung in der LehrerInnenbildung - die wichtigsten Merkmale professioneller Ausbildung in Bezug auf Physiklehrkräfte; die Entwicklung von Standards in der LehrerInnenbildung, Inhalte und Aufgaben dieser Standards - Schwächen der Lehramtsausbildung in Deutschland, von denen anzunehmen ist, dass sie auch in Hinblick auf die Ausbildung in Österreich Gültigkeit besitzen - die Lehrpläne der Unter- und Oberstufe - welche Kompetenzen werden durch die festgelegten Inhalte und die, in den Lehrplänen beschriebene Gestaltung des Unterrichts von den Physiklehrkräften gefordert. - Der aktuelle Studienplan des Lehramts Physik an der Universität Wien – Darstellung und kritische Betrachtung Als Datengrundlage der empirischen Untersuchung diente eine online Fragebogenerhebung unter 42 Studierenden des Lehramts an der Universität Wien und 34 jungen LehrerInnen, die ebenfalls an der Universität Wien studiert hatten. Zusätzlich wurden Interviews mit vier dieser jungen Lehrkräfte geführt. Erforscht werden sollte, ob Studierende des Lehramts Physik an der Universität Wien aus Sicht der Studierenden bzw. der AbsolventInnen ausreichend auf ihren zukünftigen Beruf vorbereitet werden. Die Ergebnisse der Untersuchung lassen sich folgendermaßen zusammenfassen: - Sowohl von Seiten der Studierenden als auch von Seiten der Lehrer und Lehrerinnen wird mehr Schulbezug, mehr Orientierung am Lehrberuf gefordert. - Ein Großteil der Befragten fühlt sich fachlich sicher, Unsicherheiten bestehen bzw. bestanden nach Abschluss des Studiums bei der schülergerechten Aufbereitung und Vermittlung des Unterrichtsstoffes. Im Rahmen der fachlichen Lehrveranstaltungen sollte bei der Erarbeitung der verschiedenen Themengebiete mehr Wert darauf gelegt werden, wie man das erworbene Wissen seinen SchülerInnen weitergeben kann, welche Elementarisierungen möglich sind und wie eine schülergerechte Erklärung aussehen könnte. Außerdem hätten sich sowohl die Studierenden als auch die Lehrer und Lehrerinnen im fachlichen Teil des Studiums mehr Alltagsphysik gewünscht. - Die fachdidaktische Ausbildung wird nicht ausreichend im Studienplan berücksichtigt, außerdem sollte die inhaltliche und strukturelle Gestaltung dieses Teiles des Studiums überdacht werden. Einer der befragten Lehrer bemerkte hierzu: „Die fachdidaktische Ausbildung im Physikstudium erschien mir strukturlos und unkoordiniert. Seminare sollten besser aufeinander abgestimmt sein, damit man nicht nur punktuelle Einblicke in die Didaktik und Methodik erhält.“ - Die Vorbereitung auf die Unterrichts– und Schulrealität und auf den Umgang mit Schülern wird als sehr mangelhaft beurteilt. - Große Unzufriedenheit herrscht mit der pädagogischen Ausbildung. Viele vermissen hier den Bezug zur Praxis und die Anwendbarkeit der Lehrveranstaltungsinhalte im späteren Beruf wird stark angezweifelt. Für die Gestaltung des Studiums ergeben sich folgende Konsequenzen. Konsequenzen in Hinblick auf ... - den fachwissenschaftlichen Teil der Ausbildung * Es sollte mehr Wert auf Konzeptverständnis und Vermittlungswissen gelegt werden. * Die Studierenden sollten dazu befähigt werden, Alltagsphänomene zu verstehen und erklären zu können. * Es braucht speziell für Lehramtskandidaten konzipierte Lehrveranstaltungen, die auf die Anforderungen des angestrebten Berufsfeldes ausgerichtet sind. - die fachdidaktische Ausbildung * Die Fachdidaktik muss als wichtiger Teil der Ausbildung wahrgenommen werden. * Der fachdidaktische Teil der Ausbildung braucht klare Strukturen und konkrete Ziele. - grundlegende Aspekte der Gestaltung des gesamten Studiums * Es müssen klare, gemeinsame Ziele formuliert und die einzelnen Teile der Ausbildung besser vernetzt werden.

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