
Diese Arbeit geht der Frage nach, ob die russische Frauenbewegung – angesichts eines repressiven politischen Systems – zu einer Veränderung in der Gesellschaft beitragen konnte. Als konkretes Beispiel wird dafür der aktuelle Fall der feministischen Punk-Band Pussy Riot herangezogen. Pussy Riot wird hier in den Gesamtkontext der Frauenbewegung eingeordnet. Wie viele andere AkteurInnen der Frauenbewegung möchte die Gruppe einen gesellschaftlichen Wandel bewirken, der darauf ausgerichtet ist, patriarchale Wertvorstellungen und Ungleichheiten jeglicher Art zu überwinden. Im ersten Teil der Arbeit werden die frühe Frauenbewegung, Frauen in der Sowjetunion sowie die neue unabhängige Frauenbewegung in der postsowjetischen Zeit untersucht. Des Weiteren sind hier auch die Rolle der Frau in der Politik sowie die russische Genderforschungvon Interesse. Der zweite Teil beschäftigt sich schließlich im Konkreten mit dem Fall Pussy Riot. Dabei geht es zunächst darum, wer Pussy Riot überhaupt ist, welche Interessen sie verfolgt und wer sie inspiriert hat. Die Band nutzt den Punk, um ihren Protest gegen die konservativen und patriarchalen Werte der russischen Gesellschaft, gegen die repressive politische Macht und gegen die Verbindung von Staat und Kirche zu äußern. Für ihr „Punk-Gebet“ in einer Moskauer Kirche im Februar 2012 wurde drei Mitgliedern der Prozess gemacht. Es folgte eine Verurteilung zu zwei Jahren Haft im Straflager. Der Fall sorgte weltweit für Empörung und eine Welle der Solidarität. Außerdem richtete sich das Augenmerk auf Russland und seine Führung, auf das russische Rechtsystem und auf Menschenrechte. Doch in Russland blieb man hart. Erst im Dezember 2013 kam es zu einer Wende und zur Freilassung der Frauen.
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