
Die zentrale Fragestellung der Arbeit war, welche Faktoren die Kommunikation zwischen Arzt und E-Patient beeinflussen. Gewählt wurde das Leitfadeninterview, welches mit insgesamt elf Ärzten durchgeführt wurde und als Auswertungsmethode wurde die Inhaltsanalyse nach Mayring gewählt. Als zentrale Theorien stehen die Wahrnehmungsveränderung angelehnt an die Dissonanztheorie, die Verständigungsorientierung nach Burkart und die Vertrauensfaktoren nach Bentele im Zentrum der Arbeit. Die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit werden nachstehend beschrieben. Bei den meisten Ärzten erzeugen E-Patienten in irgendeiner Form Dissonanz, welche diese dazu nötigt diese zu reduzieren. So werden großteils die Informationen aus dem Internet als unsicher bezeichnet, da im Prinzip jeder Informationen ins Netz stellen kann und die Quellenangaben oft nicht nachvollziehbar sind. Zum anderen wird den Patienten zu wenig Kompetenz zugeschrieben, um die Informationen auch richtig interpretieren zu können. In den meisten Fällen kommt Verständigung im eigentlichen Sinne nach Burkart zu Stande. Nur der Faktor der Legitimität ist, vor allem bei Ärzten die am Anfang ihrer Arztlaufbahn stehen, gering ausgeprägt. Vertrauen nach den Vertrauensfaktoren von Bentele kommt bei den meisten Ärzten nur bedingt zu Stande. Auf der einen Seite sind Faktoren wie Sachkompetenz und Problemlösungskompetenz stark ausgeprägt, was zu Vertrauen führt und auf der anderen Seite „kommunikative Transparenz“ und „kommunikative Offenheit“ eher schwach ausgeprägt, was zu Misstrauen führt. Dies bedeutet, dass zum einen Ärzte mit E-Patienten wie mit Kollegen umgehen und auch mit ihnen fachspezifisch diskutieren und zum anderen E-Patienten dem Arzt gar nicht offen legen, dass sie sich informiert haben.
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