
Angesichts der aktuellen Lage der Gegenwartsdramatik, der Flut an neuen Stücken junger Autoren, unzähligen Stückemärkten, Auftragswerken, Stückwettbewerben, Hausautorenschaften, Uraufführungen und der Diskussionen um deren Nachspielbarkeit und Nachhaltigkeit ist die Konzentration auf den Theatertext wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Mit diesen Theatertexten hat sich auch die Rolle und Position des Autors geändert, sowie seine Arbeit bei der Ausführung seines Textes. In der folgenden Arbeit wird dargelegt, inwiefern sich gegenwärtige Entwicklungen der deutschsprachigen Gegenwartsdramatik auf den Autor dieser Dramatik und seine Texte auswirken, was sie für den Autor und auch für das Theater bedeuten. Am Beispiel des Autors Nis-Momme Stockmann und seines Theatertextes „Kein Schiff wird kommen – eine Fläche“ (2010) wird eine gegenwärtige Schreibstrategie genauer beleuchtet und die Position des Autors analysiert. Nach einer Aufarbeitung der zahlreichen Diskussionen um die Rolle des Autors in der Literaturwissenschaft werden die auffälligen Parallelen zwischen dem Autor Stockmann und seinem Protagonisten, der ebenfalls Autor ist untersucht. Es wird erläutert inwieweit er sich in seine Figur eingeschrieben hat, wie dies aus unterschiedlichen Rezeptionswinkeln zu lesen ist und was es für die Position und Rolle des Autors bedeutet. Die mithilfe einer Textanalyse herausgearbeitete Autorintention Stockmanns wird durch eine Untersuchung der Inszenierung der Uraufführung des Textes am Schauspiel Stuttgart (2010) vertieft.
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