
Anlässlich des Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit (2011) wird in dieser Arbeit auf die psychologischen Hintergründe eingegangen, die Menschen antreiben, einer freiwilligen Tätigkeit engagiert und gern nachzugehen. Es soll verdeutlicht werden, was freiwillige Mitglieder in der Organisation hält, sowie auch die Gründe für ihren Beitritt. Basierend auf ausgedehnten Literaturrecherchen wurden das Freiwillige Engagement, die Zufriedenheit, die Organisationsbindung, die soziale Unterstützung und die Dauer der Mitgliedschaft als Prädiktoren für Freiwilligkeit angenommen. Dazu wurden folgende Fragestellungen formuliert: Welche Prädiktoren wirken auf die Zufriedenheit und das freiwillige Engagement? Welche Zusammenhänge weisen die einzelnen Prädiktoren untereinander auf? Die Hypothesen wurden in einem Arbeitsmodell veranschaulicht, indem die Prädiktoren, den Fragestellungen entsprechend, miteinander in Beziehung gesetzt wurden. Die empirische Überprüfung der Vorhersagen wurde anschließend mittels eines Fragebogens durchgeführt, welcher zusätzlich auch die sozialen Netzwerke von Feuerwehrmitgliedern sowie auch die Motivation einer solchen Organisation beizutreten und einer Freiwilligentätigkeit nachzugehen, erhob. Die Datensätze von 226 freiwilligen Feuerwehrmännern zwischen 15 und 65 Jahren konnten zur Hypothesenprüfung herangezogen werden. Die zentralen Aussagen dieser Arbeit sind, dass Personen, die sich sozial unterstützt und an die Organisation gebunden fühlen, zufriedener sind und demnach auch engagierter arbeiten. Bezüglich der sozialen Netzwerke gaben die Befragten an, ebenso viele enge Freundschaften in, als auch außerhalb der Freiwilligen Feuerwehr zu haben. Außerdem ist ein Beitritt wahrscheinlicher, wenn auch Freunde und Familienmitglieder bei der Feuerwehr sind. Motiviert fühlen sich die Teilnehmer hauptsächlich dadurch, dass sie Menschen helfen bzw. Leben retten können, sowie durch die Gemeinschaft in der Feuerwehr. Zusammenfassend konnte gezeigt werden, dass besonders die Organisationsbindung der einzelnen Mitglieder und die Kameradschaft untereinander eine wichtige Rolle für das Bestehen des Freiwilligen Feuerwehrwesens spielt.
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