
Diese wissenschaftliche Arbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung von Einkommensverwaltung- und verteilung in Paarbeziehungen. Die zentrale Fragestellung ist in welcher Form Partnerschaften in gemeinsamen Haushalten ihre verfügbaren finanziellen Mittel verwalten. Um diese Fragestellung hinreichend zu erwidern, wird einleitend die allgemeine Einkommensstruktur der Geschlechter analysiert, mit der Erkenntnis, dass trotz rechtlicher Rahmenbedingungen zur Gleichbehandlung weiterhin geschlechterspezifische Unterschiede in der Arbeitswelt dominieren. Insbesondere die Einkommensungleichheit führt dazu, dass Frauen von Grund auf weniger in die gemeinsame Haushaltskassa einbringen als Ihre Partner. Die Betrachtung beziehungssoziologischer Modelle führt zu der Annahme, dass bestimmte Merkmale einer Paarbeziehung besagtes Geldarrangement signifikant beeinflussen können. Des Weiteren ist daraus ein fortlaufender Trend zu Single-Haushalten in unserer Gesellschaft erkennbar, die Überlegungen zur gemeinsamen Geldverwaltung als redundant erklären würden. Eine nähere Betrachtung der Bedeutung von Geld in einer Beziehung führt zu dem Schluss, dass der Wert finanzieller Mittel von beiden Geschlechtern unterschiedlich wahrgenommen wird. Trotz dieser differenzierten Bewertung wird die Wahl des Modells zum Geldarrangement (4 Typen) durch die Höhe des Einkommens wesentlich beeinflusst. Diese 4 Typen des Geldarrangements sind ein weiterer Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit und dienen als Basis der eigentlichen Studie. Die genannte Studie wurde in Form einer Umfrage (Interviews mit einem standardisierten Fragebogen) durchgeführt, worin 65 Paare getrennt voneinander befragt wurden. Die grundlegenden Erkenntnisse daraus sind der stärkere Einfluss der Frauen und der hohe Anteil an Paarbeziehung mit vollständig getrennten Einkommensverwaltungen. Nichtsdestotrotz verfügen Männer nach wie vor durchschnittlich über einen größeren Betrag zur persönlichen Verfügung und Frauen verrichten weiterhin den Großteil der häuslichen Arbeiten.
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