
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Image der Kunstfigur "Nerd" und ihrer Umsetzung in der medialen Welt von Kino und Fernsehen. Nerds haben sich heutzutage als eine zentrale Figur in der kulturellen Landschaft etabliert. Dies beweist nicht nur die Häufigkeit der kulturellen Produkte in denen sie vorkommen, sondern auch die zahlreichen medialen Diskurse in die sie eingebunden sind. In der US-amerikanischen Gesellschaft kennt man den Begriff und das damit verbundene Stereotyp schon seit einigen Jahrzehnten. Dass der Begriff mittlerweile nicht mehr ins Deutsche übersetzt werden muss, bekräftigt seine immer fortschreitende Bedeutsamkeit noch zusätzlich. Nerds bilden im Grunde das Fundament auf dem unsere derzeitige technophile Gesellschaft aufgebaut wurde. Man denke nur an den Raum, den Computer und andere elektronische Geräte in unserem Alltagsleben einnehmen. Ohne Nerds wie Bill Gates, Steve Wozniak oder Steve Jobs wäre die heutige Gesellschaft nicht dort wo sie ist. Trotzdem ist das Stereotyp Nerd stark negativ behaftet. Basierend auf einer Diskursanalyse soll nun versucht werden diese Fragestellungen zu thematisieren. Die Definition des Begriffes „Nerd“ ist ziemlich komplex und nicht gerade eindeutig, was mitunter damit zusammen hängt, dass er ständig gebraucht wird und sich seine Bedeutungsebene immerzu ausweitet. In diese Sinne kann man die ersten fünf Kapitel der Arbeit als einen Versuch der vollständigen Darstellung der Isotopie „Nerd“ sehen. Hier werden soziologische Aspekte (wie Sexualität und Männlichkeit), ein geschichtlicher Abriss über die Gruppenbildung durch gemeinsame technische Interessen, sowie die Figur des Nerds als Vertreter des konvergenten Informationszeitalters skizziert. Um das Bild des Nerds zu vervollständigen wird noch seine Fan-Aktivität in den Bereichen Science Fiction, Comics, Serien usw. genauer betrachtet. Auch sein Engagement für Filme ist hervorstechend und wird hier anhand des Beispieles „Star Wars“ unter dem Begriff Kultfilme abgehandelt. Anschließend wird in einer Filmanalyse die Entwicklung der Figur vom ersten Auftreten bis in die 2000er Jahre nachgezeichnet. Der Anspruch der Arbeit lag hier nicht auf einer vollständigen Dokumentation alles dagewesenen, sondern auf der exemplarischen Nennung wichtiger Formate, die jeweils für einen besonderen Aspekt der Nerd-Identität stehen. Mit einer Kategorisierung der aktuellen Filme wird das Ganze abgeschlossen.
This thesis analyzes the stereotypical identity of the cultural figure nerd and its presentation in current narratives, such as films and TV series. In the first part, I tried to characterize the figure on the basis of its historical evolution, sociological implementation and fan activity. Pivotal in the characterization is the negative image of the figure in the present society and culture. The importance of the nerd in his function as a technical gatekeeper would implicate a more positive view in society. The analysis of the medial representation of the figure attempts to sketch the formation of the image following key points throughout almost a century of film history. The portrayal of the nerd in films and television is examined in relation to the pre-established patterns of the stereotype characterization. It is shown that the nerd gets redeemed somehow through the increasing association with money and power, because of his technological know how. But the deprecative aspects of the figure are yet favored in the representation. In conclusion, I argue that despite all the changes in the nerds portrayal over time, negative stereotypes remain dominant and the nerd’s position in today’s culture is still that of a social outsider.
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