
Globale Unternehmen von heute stehen vielfach im Zwiespalt zwischen wirtschaftlicher Gewinnmaximierung einerseits und Verantwortung gegenüber ihrer Umwelt und Gesellschaft andererseits. Die Aktualität dieser Kontroverse, welche Ansprüche ein Unternehmen primär befriedigen muss – die Ansprüche der Eigenkapitalgeber (Shareholder) oder die Ansprüche aller am Wirtschaftsprozess Beteiligten (Stakeholder) – hat verschiedene Ursachen. Gründe für eine wertorientierte Unternehmensführung im Sinne der Shareholder ist die Globalisierung der Kapitalmärkte, die zu einer internationalen Konkurrenz zwischen börsennotierten Unternehmen führt. Aus Sicht des Shareholder- Value bedeutet dies, dass sich Unternehmen stärker durch Eigenkapitalrentabilität und Ertragskraft behaupten müssen, um den Anreiz für Fremd- und Eigenkapitalgeber zu erhöhen. Dabei werden die Interessen aller anderen Anspruchsgruppen nur sekundär behandelt. Im Gegensatz dazu steht der Stakeholder- Value- Ansatz, welcher die gesamte Unternehmensumwelt betrachtet. Dabei kommt der Stakeholder- Gruppe „Shareholder“ genau soviel Berücksichtigung zu wie allen anderen Anspruchsgruppen. Ziel dieses Ansatzes ist eine nachhaltige Unternehmensführung, die eine Nutzengenerierung für alle Stakeholder- Gruppen gewährleistet. Gänzlich vernachlässigt wird dabei eine Illustration der Verbreitung der Ansätze unter länderspezifischen Rahmenbedingungen sowie eine Reflexion verschiedener Einflussfaktoren auf die Unternehmensausrichtung. Diese Lücke soll im Rahmen dieser Arbeit geschlossen werden. Zielsetzung dieser Arbeit ist eine komparative Analyse des Share- und Stakeholder- Value- Ansatzes anhand eines Vergleichs deutscher Konzerne mit den zwei größten Volkswirtschaften der Welt.
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