
handle: 20.500.12030/2644
Die Aufgabe des Abschlussprüfers besteht darin, die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung des geprüften Unternehmens sicherzustellen. In der Praxis führen jedoch Ermessenspielräume in der Bilanzierung regelmäßig zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Abschlussprüfer und Mandanten, die in Verhandlungen über die Rechnungslegung resultieren können. Die Verhandlungsstrategie des Abschlussprüfers hat einen wesentlichen Einfluss auf die Qualität der Rechnungslegung. Um die Prüfungsqualität zu erhöhen, wurde jüngst auf europäischer Ebene eine externe Rotationsvorschrift eingeführt. Aus ökonomischer Sicht reduziert eine durch Rotation begrenzte Mandatsdauer die finanzielle Abhängigkeit des Abschlussprüfers und stärkt so dessen Unabhängigkeit in Verhandlungen. Diese Arbeit widmet sich der Frage, welche außerökonomischen Effekte sich durch eine begrenzte Mandatsdauer auf das Verhandlungsverhalten des Abschlussprüfers ergeben können. Die Fragestellung wird in einer experimentellen Studie untersucht. Experimente bieten die Möglichkeit, Verhandlungen in einer kontrollierten Umgebung zu simulieren und die Auswirkungen neuer Regulierungen untersuchen zu können. Ein wesentlicher Beitrag dieser Dissertation liegt in der Entwicklung eines innovativen Forschungsdesigns, das zentrale Merkmale des Prüfungskontexts berücksichtigt und interaktive Verhandlungen in einem Mehrperiodenkontext ermöglicht. Die Ergebnisse zeigen, dass Prüferrotation die persönliche Beziehung zwischen Abschlussprüfer und dem Mandanten schwächen kann. Eine stärkere Beziehung wirkt sich jedoch positiv auf das Verhandlungsverhalten des Abschlussprüfers aus, was sich in dem vermehrten Einsatz integrativer Verhandlungsstrategien und einem strengeren Prüfungsurteil zeigt.
330, ddc:330, 330 Wirtschaft, 330 Economics
330, ddc:330, 330 Wirtschaft, 330 Economics
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