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https://dx.doi.org/10.25358/op...
Doctoral thesis . 2024
Data sources: Datacite
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Emotionsregulation bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen und Eltern-Kind- sowie Peer-Beziehungen

Authors: Adlfinger, Muriel;

Emotionsregulation bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen und Eltern-Kind- sowie Peer-Beziehungen

Abstract

Die Emotionsregulation ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer wichtiger in der Erforschung zur Entstehung von Psychopathologien und deren Therapieansätzen geworden. Es hat sich in vorangegangen Studien gezeigt, dass die Entwicklung einer funktionalen Emotionsregulation von äußeren Einflüssen abhängig ist. Probleme mit ihr gelten als transdiagnostischer Prädiktor für Psychopathologien und dysfunktionalem Verhalten im Laufe der Entwicklung eines Menschen (Herd and Kim-Spoon, 2021). In der durchgeführten, retrospektiven Studie wurden 343 junge Erwachsene mit Hilfe eines Online-Fragebogens zu Problemen mit ihrer Emotionsregulation sowie über die verschiedenen Einflüsse in ihrer Jugend befragt. Ein besonderes Augenmerk lag hier auf den Beziehungen zu ihren Eltern und ihrer Peer Group, sowie dem sozioökonomischen Status, Geschlecht und Alter. Das Ziel dieser Studie ist es, Prädiktoren für eine dysfunktionale Emotionsregulation zu identifizieren. Die umfassende statistische Analyse erfolgte mittels geordneter Folgen von Regressionen, um zehn erklärende Variablen zu analysieren. Es zeigten sich drei Haupteffekte und vier Interaktionen, die signifikant mit der Emotionsregulation korrelierten. Die erste Hypothese wurde durch die Ergebnisse gestützt – wie auch in der aktuellen wissenschaftlichen Literatur war ein niedriger sozioökonomischer Status mit einer dysfunktionalen Emotionsregulation assoziiert. Die drei weiteren Hypothesen mussten verworfen werden. Viel Liebe und wenig Kontrolle der Eltern sowie gute Peer Beziehungen sind in der aktuellen Literatur mit einer funktionalen Emotionsregulation assoziiert. In dieser Studie zeigten sich zwar signifikante Einflüsse vieler Variablen auf die Emotionsregulation, die Richtung der Assoziation war allerdings teilweise unerwartet. So war unter anderem eine gute Kommunikation mit der Peer Group und viel Liebe der Mutter mit einer dysfunktionalen Emotionsregulation assoziiert, viel Entfremdung von den Freund:innen sagte dagegen weniger Probleme mit der Emotionsregulation voraus. Die unerwarteten Ergebnisse können durch eine Verzerrung der Stichprobe zustande gekommen sein. Die Befragten hatten ein höheres, durchschnittliches Alter (23 Jahre) und einen hohen sozioökonomischen Status im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung. Trotz ihrer Limitationen aufgrund der retrospektiven Befragung sowie der eingeschränkten Repräsentativität der Stichprobenauswahl, legt diese Studie die Wichtigkeit der interpersonellen Beziehungen zu Eltern und Peer Group nahe und unterstützt damit weitestgehend die aktuelle wissenschaftliche Literatur. Zudem stützen die Ergebnisse die Bedeutung des sozioökonomischen Status in der Entwicklung einer funktionalen Emotionsregulation und zeigen auf, dass eine gesellschaftliche Ungleichheit nach wie vor von hoher Relevanz für eine gesunde (psychische) Entwicklung eines Kindes ist.

Country
Germany
Keywords

ddc:610, 610 Medical sciences, 610 Medizin, 830, 610

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