
doi: 10.24451/arbor.16366
Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) waren in ihren ersten Jahren – und sind es teils immer noch – massiver Kritik bis hin zu offener Anfeindung ausgesetzt. Eine negative Reputation stellt für die Mitarbeitenden einer Behörde eine Belastung dar, die auch ihre Motivation beeinträchtigen kann. Im Rahmen einer Studie wurde untersucht, was Personen motiviert, trotz öffentlichen Anfeindungen bei einer KESB zu arbeiten.1 Theoretischer Ausgangspunkt bildet das Konzept der Public Service Motivation (PSM), verstanden als spezifische Dispositionen von im öffentlichen Dienst tätigen Personen, zum Wohl der Gesellschaft tätig zu sein. Dazu werden weitere theoretische Ansätze beigezogen, namentlich Coping, Ressourcenerhaltung (Conservation of Resources) und Blame Avoidance, um ein vertieftes Verständnis des Umgangs mit öffentlicher Anfeindung sowohl auf individueller wie auch auf organisatorischer Ebene zu gewinnen. Aus der Studie geht hervor, dass PSM-Motive eine zentrale individuelle Ressource darstellen, und dass eine differenzierte Bewertung der öffentlichen Kritik zum Erhalt der Motivation wichtig ist. Auf organisationaler Ebene wird eine proaktive Öffentlichkeitsarbeit befürwortet: Die Reputation der Behörde ist so zu verändern, dass sie ihren Schutzauftrag besser wahrnehmen kann
Anfeindung, Blame Avoidance, KESB, Coping, Ressourcenerhaltung, Public Service Motivation, Soziale Anteilnahme, Reputation
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