
doi: 10.22613/zfpp/10.2.7
Dieser Beitrag hinterfragt das weitläufige Verständnis von Polyamorie als eine Form der Liebe beziehungsweise Beziehungsform, die (1) notwendigerweise romantische Liebesbeziehungen in einem engen Verständnis beinhaltet, das heißt einschließlich Sex, und (2) Freundschaft ausschließt. Über eine Untersuchung und Zurückweisung der These, dass romantische Liebesbeziehungen ohne Sex nicht denkbar sind, kommt der Beitrag zu einer Analyse von romantischen Liebesbeziehungen und Freundschaften. Anhand einer vergleichenden Analyse der in romantischen Liebesbeziehungen wie auch in engen Freundschaften realisierten Beziehungsgüter kann gezeigt werden, dass sich diese kaum in einem normativ relevanten Sinne unterscheiden. Letztendlich kann Polyamorie damit plausiblerweise nur auf einem weiten Verständnis romantischer Liebesbeziehungen aufbauen, was das Konzept inklusiver gestaltet und in polyamoren Beziehungskonstellationen Raum für Freundschaften und nicht-sexuelle romantische Beziehungen bietet. Dieser Artikel leistet damit nicht nur einen explikativen und präzisierenden Beitrag zur philosophischen Debatte rund um Polyamorie, sondern möchte den Begriff neu prägen.
Romantische Liebe, Polyamorie, Beziehungen, B1-5802, Sex, Philosophy (General), Freundschaft
Romantische Liebe, Polyamorie, Beziehungen, B1-5802, Sex, Philosophy (General), Freundschaft
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