
doi: 10.2139/ssrn.540022
handle: 10419/51233
Der Artikel argumentiert, dass die Einfuhrung des Euro die faktische geldpolitische Autonomie auch in Staaten reduziert hat, die der Europaischen Wahrungsunion nicht beigetreten sind. Das Argument basiert auf einem einfachen Mudellianischen Modell, in dem Wahrungsunionen die wirtschaftliche Effizienz steigern aber zugleich die geldpolitische Autonomie reduzieren. Wir zeigen uber das Standardmodell hinaus, dass Lander, die der Wahrungsunion nicht beitreten, geldpolitische Autonomie einbusen, wenn sich durch die Wahrungsunion die Grose des Leitwahrungsraumes erhoht. Diese Vergroserung des Leitwahrungsraumes hat zwei Auswirkungen auf Lander auserhalb der Union: Erstens steigt die Bedeutung stabiler Wechselkurse leicht an, weil der Wert importierter Guter aus dem Wahrungsgebiet zunimmt und weil die Lander der Union starker synchronisierte Konjunkturzyklen aufweisen als vor der Grundung der Wahrungsunion. Zweitens steigt durch die Vergroserung der Leitwahrung aber der Einfluss von Veranderungen der Zinsdifferenz auf die Wechselkurse zwischen Wahrungen auserhalb der Wahrungsunion und der Unionswahrung an. Folglich mussen Lander eine starkere Abwertung ihrer Wahrung hinnehmen, wenn sie die Zinsen senken, um die Konjunktur anzukurbeln. Wir testen dieses Argument anhand der zwei Kernhypothesen: a) Wechselkurse reagieren umso starker auf Veranderungen der Zinsdifferenz, je groser der Leitwahrungsraum ist. b) Lander auserhalb der Wahrungsunion folgen der Geldpolitik der Union starker, als sie der Geldpolitik der Leitwahrung vor Grundung der Union folgten. Wir greifen auf Panel-GARCH Modelle zuruck, um den Einfluss der Geldpolitik der EZB relativ zum Einfluss der Bundesbank auf die Geldpolitik in Grosbritannien, der Schweiz, Norwegen, Danemark und Schweden zu testen. Die empirische Analyse bestatigt die aus dem formalen Modell abgeleiteten Hypothesen. Die faktische geldpolitische Autonomie der Lander auserhalb der Wahrungsunion sinkt mit deren Etablierung.
Geldpolitik, monetary policy, Monetary Policy Autonomy, Wirkung, Währungsunion, Federal Reserve Bank of Germany, Europäische Zentralbank, autonomy, E5, external effects, Bundesbank, influence, ddc:330, effect, Currency Unions, Euro, monetary union, N1, Autonomie, European Central Bank, Interest Rates, Monetary Policy Autonomy, Currency Unions, Bundesbank, European Central Bank, Interest Rates, Deutsche Bundesbank, externe Effekte, Einfluss, jel: jel:N1, jel: jel:E5
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