
Religioses Lehren und Lernen hat immer mit Bildung in einem vertieften, ganzheitlichen Verstandnis zu tun: Es geht um Personlichkeitsbildung, Identitatsbildung, Herzensbildung. Doch Bildung kann, wie die neuere Bildungsforschung belegt, nicht „von ausen“ gemacht werden. Das Subjekt bildet sich selbst. Bildung ist stets Selbstbildung, freilich immer „in Beziehung“ zu anderen, zur Uberlieferung, zu Welt und Wirklichkeit. So ist auch religiose Bildung Selbstbildung in Beziehung. Ziel religioser Bildung ist es demnach, Menschen, ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, fur die vielfaltigen Dimensionen ihrer Beziehungen zu sensibilisieren. Konkret heist dies, dass in religioser Fruherziehung, im Religionsunterricht, in katechetischen Prozessen und in kirchlicher Erwachsenenbildung die Sensibilisierung fur die Beziehung in allen Dimensionen eine Einheit bilden muss. Die Schwerpunkte konnen und mussen je nach Alter oder Setting verschieden gewahlt werden. Doch niemals darf eine Dimension isoliert gesehen werden oder wegfallen. Religiose Bildung kann nur innerhalb einer mehrdimensionalen Beziehungshermeneutik und mit Hilfe eines qualifizierten Begriffs von Beziehung erfolgen.
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