
doi: 10.1007/bf03362183
Profilaggrin stellt ein Schlusselprotein in der Hornschicht der Haut dar. Wahrend der Differenzierung der Keratinozyten wird es proteolytisch in 10–12 Filaggrin-Monomere gespalten, die fur die Bundelung der Keratinintermediarfilamente zu Makrofibrillen sorgen. Dies fuhrt zu einer Verdichtung der Keratinozyten und deren Transformation zu Korneozyten. Nachfolgend werden die Filaggrinpeptide zu hydrophilen Aminosauren und deren Metaboliten abgebaut, die fur die Wasserbindung und Flexibilitat des Stratum corneum von groser Bedeutung sind. Erst in den letzten Jahren gelang die Sequenzierung des hochkomplexen Profilaggrin-Gens. Dabei konnten eine Reihe sogenannter Nullmutationen identifiziert werden, von denen zwei (R501X und 2282del4) mit einer Tragerfrequenz von ungefahr 8% in der europaischen Bevolkerung relativ haufig sind. Diese Mutationen fuhren zu einer verminderten oder fehlenden Produktion von Filaggrin. Im homozygoten Zustand verursachen sie die seltene monogene Verhornungsstorung Ichthyosis vulgaris, bei Vorliegen nur eines Defektallels zeigt sich eine ichthyosiforme Hauttrockenheit, die einen ausergewohnlich starken Risikofaktor fur die Entwicklung eines atopischen Ekzems darstellt. Ein erblich bedingter Mangel an Filaggrin pradisponiert dabei vor allem zu schweren sich fruh manifestierenden Formen des atopischen Ekzems mit allergischen Sensibilisierungen, hohem Gesamt-IgE und begleitendem Asthma. Daruber hinaus scheint die durch ein Filaggrin-Defizit hervorgerufene Barrierestorung auch das Risiko der Entwicklung allergischer und chronisch-irritativer Kontaktekzeme zu erhohen.
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