
doi: 10.1007/bf03345049
Die dermale Resorption ist neben der Inhalation ein Hauptaufnahmepfad fur Gefahrstoffe am Arbeitsplatz. Mehr als ein Drittel der mit einem Luftgrenzwert versehenen Gefahrstoffe ist als hautresorbierbar markiert; in diesen Fallen kann die Hautresorption zur Aufnahme einer aus toxikologischer Sicht relevanten Dosis fuhren. Die Kennzeichnung eines Stoffes als hautresorbierbar hangt dabei nicht unmittelbar von dessen Penetrationsfahigkeit ab, da bei besonders toxischen Verbindungen auch geringe perkutan aufgenommene Mengen die innere Belastung und damit das mogliche gesundheitliche Risiko erhohen. Eine dermale Aufnahme von Gefahrstoffen am Arbeitsplatz resultiert in der Regel aus dem direkten Kontakt von Hautflachen mit Flussigkeiten und Feststoffen oder mit kontaminierter Arbeitskleidung. Daruber hinaus konnen Gefahrstoffe auch aus der Arbeitsplatzatmosphare perkutan resorbiert werden. Ein besonderer Aspekt gegenuber der inhalativen oder oralen Aufnahme von Gefahrsto fen ist die Depotwirkung der Haut, da eine innere Belastung auch nach dem Ende der auβeren Exposition erhalten bleibt und sich die Stoffkonzentrationen im Blut und damit in den Zielgeweben sogar erhohen konnen. Somit kann eine toxische Wirkung mit zeitlicher Verzogerung auftreten. Fur die Erfassung und quantitative Bewertung der Hautresorption von Gefahrstoffen ist das Biomonitoring sowohl in der wissenschaftlichen Forschung als auch in der arbeitsmedizinischen Praxis von zentraler Bedeutung.
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