
doi: 10.1007/bf01644079
Der sudwestdeutsche Wanderfalken-Bestand wird seit 1965 von der “Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz in Baden-Wurttemberg” uberwacht und geschutzt. Im Zuge dieser Arbeit wurden bis Ende 1969 auch 2053 Rupfungen sowie Reste von 6 Saugetieren und 29 Insekten gesammelt. Hierbei zeigte sich einerseits die Vielseitigkeit der Beute (70 Vogelarten), andererseits die starke Bevorzugung von Drosseln, Staren, Tauben und Eichelhahern. Nur 6 Arten stellen zusammen 80% des Beute-Brutogewichtes. Wasservogel im weitesten Sinne bilden dagegen zusammen nur 1% der geschlagenen Vogel. Hierin sehen wir einen der Grunde, warum die sudwestdeutsche Population bisher nicht entscheidend mit Pestiziden verseucht ist. Wasservogel sind relativ stark mit Pestiziden vergiftet; der Wanderfalke ist hauptsachlich dort stark zuruckgegangen, wo die Wasservogel einen besonders hohen Anteil der Nahrung ausmachen. Bei Hinzurechnung zweier weiterer sudwestdeutscher Beutelisten entfallen von 3422 Vogeln in 86 Arten auf Drosseln 25,1, Tauben 21,5, Kleinvogel 21,3, Stare 20,2, Rabenvogel 7,8 und Sonstige 4,1% der Beutevogel. Je nach Fundort innerhalb des Reviers sind die Anteile der Beutearten verschieden gros. Die Beute der ♂♂wird getrennt dargestellt und der Versuch unternommen, die Beutevogel nach ihrer Nahrungsgrundlage und ihrem Zugverhalten aufzuteilen. Die leichte Zunahme des Wanderfalken seit dem verstarkten Schutz zeigt, das mindestens in Sudwestdeutschland nicht die Pestizide, sondern vor allem Aushorstungen von Jungvogeln durch Falkner und Schausteller sowie Storungen die Hauptgrunde fur den starken Ruckgang sind.
| selected citations These citations are derived from selected sources. This is an alternative to the "Influence" indicator, which also reflects the overall/total impact of an article in the research community at large, based on the underlying citation network (diachronically). | 3 | |
| popularity This indicator reflects the "current" impact/attention (the "hype") of an article in the research community at large, based on the underlying citation network. | Average | |
| influence This indicator reflects the overall/total impact of an article in the research community at large, based on the underlying citation network (diachronically). | Average | |
| impulse This indicator reflects the initial momentum of an article directly after its publication, based on the underlying citation network. | Average |
