
doi: 10.1007/bf01255478
1. Die nach Untersuchungen an umfangreichem Herbarmaterial hergestellte Verbreitungskarte vonHutchinsia alpina (L.) R.Br.,Hutchinsia brevicaulisHoppe und der nicht sicher klassifizierbaren „Zwi-schenformen“ last auf einen Vikarismus der beiden Arten in den Alpen schliesen, der allerdings nicht eine absolute Bindung vonH. alpina an „Kalk“ und vonH. brevicaulis an „Urgestein“, sondern moglicherweise eine hochprozentige Koppelung von Merkmalen derH. alpina mit Vorkommen in Kalkgebirgen und von Merkmalen derH. brevicaulis mit Vorkommen in Urgebirgsgebieten darstellt. 2. Die pH-Werte der Bodenproben, die an verschiedenen Standorten beider Arten gesammelt wurden, unterscheiden sich im Mittel nur wenig. Nach Abtrennung der Dolomitenstandorte derHutchinsia brevicaulis, die einer besonderen Rasse zugehoren, wird der Unterschied aber deutlich. 3. Kulturversuche unter gleichen Ausenbedingungen zeigten, dasH. alpina undH. brevicaulis als genetisch verschiedene Pflanzen unterschieden werden mussen, das es sich bei den beiden Typen keinesfalls um Standortsmodifikationen handelt. 4. VonH. alpina wurde eine „Gipfelform“ gefunden, welche genotypisch fixiert zu sein scheint und Anlas zu Verwechslungen mitH. brevicaulis gegeben haben mag. 5. Im Bachertal bei Sexten wurde auf Dolomit eine Rasse vonH. brevicaulis gefunden, welche sich deutlich von dem Normaltyp derH. brevicaulisHoppe unterscheidet, welche aber keinesfalls mitH. alpina (L.) R.Br. identisch ist. Ihre allgemeine Verbreitung in den Dolomiten ist nicht unwahrscheinlich, aber noch nicht gesichert. Sehr wahrscheinlich ist ihre Identitat mit der vonMurr als Bastard beschriebenenHutchinsia Schonachii und mitHutchinsia brevicaulisHoppe formaelongataGlaab. 6. Kulturversuche mit „reinen Urgesteinsboden“, „vergipsten Urgesteinsboden“, „verkalkten Urgesteinsboden“ und „reinen Kalkboden“ zeigten eine gleichmasige Begunstigung des Wachstums beider Hutchinsien durch CaCO3. Bei sehr saurer Reaktion wirkt CaSO4 etwas „schutzend“, eine, schwache Ansauerung eines fast neutralen Bodens durch CaSO4 beeinflust das Wachstum beider Pflanzen ungunstig.
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