
doi: 10.1007/bf01094516
1. Es wird auf Grund eigener Untersuchungen und der vorhandenen Literatur eine zusammenfassende Darstellung der Hautdrusenorgane der 4 Laboratoriumsnagetiere (Kaninchen, Meerschweinchen, Ratte, Maus) gegeben, insbesondere in bezug auf ihre mikroskopische Anatomie; vom anatomischen Verhalten ausgehend wird versucht, Einheitlichkeit in die bisher zum Teil recht verworrene Nomenklatur dieser Drusen zu bringen. 2. Es wird die Frage diskutiert, wieweit diese Drusenorgane als sekundare Geschlechtsorgane aufzufassen, bzw. in ihrem Verhalten abhangig von den Geschlechtsdrusen und ihren Hormonen sind. Zur Beantwortung dieser Frage werden die bisher bekannten Tatsachen herangezogen und neue eigene experimentelle Untersuchungen an Kaninchen und Mausen mit Hypophysenvorderlappen- und verschiedenen Ovarialpraparaten gemacht. Dabei kommt Verfasser zu folgenden Ergebnissen: a) Fur den weisen Teil derHarderschen Druse des Kaninchens ist auf Grund der Versuche eine Abhangigkeit vom Follikelhormon nicht unwahrscheinlich. b) Fur den braunen Teil der Inguinaldruse des Kaninchens ist auf Grund der eigenen Versuche und der UntersuchungenCourants eine Beeinflussung des Verhaltens durch ein erhohtes Angebot an Follikelhormon wahrscheinlich. c) Fur die Praputialdrusen der Maus kann nach den an mannlichen Tieren angestellten Untersuchungen von Voss als sicher gelten, das sie von Geschlechtshormonen in ihrem Verhalten abhangig sind, wenn auch bei den eigenen in anderer Weise an Weibchen angestellten Versuchen diese Abhhangigkeit nicht gefunden werden konnte. d) Bei den mit Corpus luteum-, Gesamtovarial- und Hypophysenvorderlappen-Praparaten angestellten Versuchen, sowie bei den anderen Hautdrusenorganen von Kaninchen und Meerschweinchen wurde ein weniger einheitliches Ergebnis erzielt, bzw. es konnte eine Abhangigkeit von den Geschlechtsdrusen und ihren Hormonen bisher uberhaupt nicht gefunden werden. e) Beim Vergleich der Hautdrusenorgane von infantilen, erwachsenen, mannlichen, weiblichen, kastrierten, unkastrierten, graviden und laktierenden Tieren konnte in den eigenen Untersuchungen — in Ubereinstimmung mitSprinz — nur eine bedeutend schwachere Ausbildung der Kaudaldruse beim weiblichen Meerschweinchen beobachtet werden. 3. In denHarderschen Drusen von Ratten und weisen Mausen finden sich Gebilde, die den als Corpora amylacea bezeichneten Konkrementen in der Prostata ahneln und die wohl aus eingedicktem Sekret herzuleiten sind; sie geben hamatoidinartige Reaktionen. 4. In denHarderschen Drusen von grauen wilden Hausmausen findet sich im Stroma ein feinkorniges Pigment; es gibt melaninahnliche Reaktionen.
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