
doi: 10.1007/bf00636880
Die vorliegenden Untersuchungen an der SeekatzeChimaera monstrosa behandeln die Funktionsmorphologie des nasolabialen Systems und die makroskopische Struktur des Geruchsorgans. 2. Die beiden auseren Offnungen der Nase liegen unmittelbar anteromedian zur Oberlippe und sind nur durch ein schmales Septum getrennt. 3. Von den auseren Offnungen fuhrt je eine tiefe, dorsolateral zur Oberlippe verlaufende Rinne zur Mundhohle. Der Endabschnitt dieser Nasenmundrinne kann im funktionellen Sinne als innere Nasenoffnung bezeichnet werden. 4. Lateral ist jede Nasenmundrinne von einer grosen, gerundeten Hautfalte, der Labialfalte, uberdeckt. Der an ihrer Innenseite sitzende Hautlappen tragt einen mediad gerichteten, stabilen, wulstigen Fortsatz, der, als Steg in eine Vertiefung der Oberlippe passend, die Rinne ventral abdichtet. Dorsal bleibt so ein Kanal erhalten. 5. Dieser Kanal dient bei geschlossener Mundoffnung (sofern Atembewegungen erfolgen) der Wasserfuhrung von der auseren Nasenoffnung uber die Nasenmundrinne und innere Offnung zum Mundraum. Die mit den Nasenmundrinnen dorsal kommunizierenden Riechhohlen, deren Eingange zu den auseren Nasenoffnungen caudad versetzt sind, werden dabei wirksam ventiliert. 6. Die gekrummt lamellenformigen Riechfalten sind Auswuchse des Riechhohlendaches und hangen in die Riechhohle hinein. Die Falten zeigen radiare Anordnung um eine gestreckte, zur Korperlangsachse quergestellte Mittelraphe. Jede Riechfalte tragt mehrere Sekundarfaltchen, deren Bildung zu einer Riechfeldvergroserung beitragen durfte. 7. Die Befunde zur funktionellen Morphologie des nasolabialen Systems beiChimaera monstrosa lassen annehmen, das jegliche Art von Nasenmundverbindungen bei niederen Wirbeltieren primar im Dienste einer intensiven Ventilation des Geruchsorgans stehen.
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