
doi: 10.1007/bf00476524
Die beiden groI~en Formen der Lepra werden heute als ~uberkuloid und lepromat5s bezeichnet 1. ,,Tuberkuloid" ist an sich ein histologischer Begriff, deshalb kann man dieses Adjektiv nur mit grol]en Bedenken zur Bezeichnung kliniseher Gruppen verwenden, zumal die Auffassung, was nun tuberkuloid ist, keineswegs einheitlieh ist. Wir selbst wfirden ein Granulom dann so bezeichnen, wenn sich KnStchen finden, die te]]weise nut, oder wenigstens fiberwiegend aus Epitheloiden, mSglichst mit L~GHANsschen l~iesenze]]en, aufgebaut sind. K o o u konnte an seinem grol]en Material zeigen, daI] dem hisr tuberkuloiden Aufbau klinisch keineswegs immer die klinisehe Diagnose tuberkuloide Lepra entspricht. Dies sieht man aueh deutlich an unserem eigenen Fall~ Tats~chlieh verbinden sich mit den beiden Lepraformen ganz bestimmte feste und unbestrit tene klinisehe V0rste]]ungen: so z. B., da~ sieh bei der ~uberkuloiden Form, welche die friihere makuloanaesthe~ische einsch]ie~t, nur wenig Bakterien, ein sehr langsamer Verlauf, eine posit ive MITsUDA-lgeaktion finden und eine relative gute Prognose erwarren ]gl~t. ,,Tuberkuloide Lepra" ist also ein ausschliel~lich kliniseher Begriff geworden, der sieh nicht ohne weiteres mit dem deckt, was friiher under dieser Bezeiehnung verstanden wurde, und d e r m i t dem histologischen Aufbau oft nichts mehr zu tun hat. I m folgenden so]] weder auf diese Fragen noch auf die histologischen Ver~nderungen der Lepra Ms solche eingegangen werden (siehe dazu G ~ s ) . Vielmehr wollen wir auf das Vorkommen yon bestimmten Lipoiden im Granulom der Lepta lepromatosa hinweisen. Dies erscheint deshMb angezeigt, weft das Auftreten yon Fetten und besonders die Art dieser Fette noeh nieht einheitlich beurteilt wird. Frfihere Untersuehungen sind au$erdem mib Methoden durchgeffihr~ worden, deren Speziilti~t heute abgelehnt oder stark bezweifelt wird. Dis sich C~D~t~CI~EUTZ mit den Fet ten im Lepragranulom, besonders in den Leprazellen eingehend befai]te, war ihr Vorkommen, wie dies
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