
doi: 10.1007/bf00407659
Der Saisondimorphismus der ahornbewohnenden Aleyrodiden, den Haupt 1932 gefunden und an den Puparien von Aleurochiton acerina und A. complanatus kurz beschrieben hat (1934), wird besonders bei Aleurochiton complanatus (Baerensprung) auf Spitzahorn (Acer platanoides) eingehender untersueht, vergleichsweise auch bei Aleurochiton acerina Hpt. an Feldahorn (Acer campestre) und bei Nealeurochiton pseudoplatani (Visnya) an Bergahorn (Acer pseudoplatanus). Vorangestellt sind einige bionomische Bemerkungen uber die Eikapazitat, die Eiablagefolge und Gesamteiproduktion sowie die arrhenotoke Parthenogenese von Aleurochiton complanatus. Der Saisondimorphismus kommt vor allem durch die unterschiedliche Grose (Lange) der Puparien zum Ausdruck, erstreckt sich aber auch auf die Imagines und wird schon in den mittleren und alteren Larvenstadien deutlich. Er beruht bei gleicher Entwicklungsgeschwindigkeit auf unterschiedlichen Wachstumsraten, welche bei A. complanatus bereits wahrend des zweiten Larvenstadiums wirksam werden und im Endeffekt kleinere, alsbald schlupffahige Sommerpuparien und grosere, diapausierende Winterpuparien ergeben. Diese unterscheiden sich auserdem durch geringere oder starkere Sklerotisierung und entsprechend fehlende oder ausgepragte Pigmentierung. Die Winterpuparien der Gattung Aleurochiton sind zusatzlich durch eine schneeweise Wachssekretion ausgezeichnet, die ein spezifisches Muster bildet. Der Saisondimorphismus ist von betrachtlichen Grosenunterschieden der beiden Geschlechter uber-lagert. Der fruhe Beginn der divergenten Differenzierung in der Ontogenese der beiden Saisonformen last vermuten, das ihre Induktion bereits zu einem noch fruheren Zeitpunkt erfolgt bzw. wenigstens einsetzt. Unter bestimmten Bedingungen; namlich wenn die auslosenden Umweltfaktoren in Ubergangsbereichen liegen, lot sich eine luckenlose Serie von Intermediarformen bezuglich der Sklerotisierung, Pigmentierung und Wachssekretion sowie der weiteren Entwicklungsfahigkeit (Latenz) auffinden. Die Saisonformen von Aleurochiton complanatus konnen daher als die extremen, aber durchaus normalen Endglieder einer okomorpho-logischen Modifikationsreihe aufgefast werden, die nur dadurch ausgezeichnet ist, das sie nicht wie gewohnlich einen medianen, sondern zwei laterale Gipfel in der Haufigkeitsverteilung aufweist.
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