
doi: 10.1007/bf00277513
Die Tarsen von Tettigonia viridissima L. (groses, grunes Heupferd) wurden morphologisch und histologisch untersucht und die Funktion des Tarsus als Klammer-, Greif- and Haftapparat Bowie seine Sinnesfunktion gedeutet und diskutiert. Der Tarsus besteht aus dem Pratarsus mit einem Krallenpaar and einer Krallenhaftplatte sowie aus vier Tarsalgliedern = Tarsalia, die von einem gemeinsamen Hamolymphkanal und einem sich verzweigenden Tracheensystem versorgt werden. Mit Ausnahme des distalen Tarsaliums besitzen alle Tarsalglieder auf der Ventralseite paarige Haftpolster = Euplantulae. Diese weisen aufgrund ihrer Haftfunktion histologisch verscbiedene Schichten auf : eine plattenformige Exo- and eine tubulare Endokutikula, eine strukturlose X- and eine epitheliale Y-Schieht Bowie eine stark aufgefaltete Epidermis. Die Tracheen sind in den Euplantulae zu Luftsacken erweitert. Die Bewegung des Tarsus erfolgt einmanl uber zwei kurze Muskeln im distalen Tibiabereich und uber eine lange Sehne, die an der Krallenhaftplatte ansetzt und von Muskeln in der Tibia und um Femur angezogen wird. Die Haftung beruht auf der Adhasion durch Speichelflussigkeit, womit die Tarsen von den Tieren regelmasig befenchtet werden. An den Tarsen sinf zahlreiche Sinnesorgane lokalisiert. Auf der Dorsalseite kommen in groserer Anzahl Sensilla trichodea und Sensilla campaniformia als Mechanorezeptoren vor. An den Gelenken treten beide Sensillentypen dicht nebeneinander auf, spezielle Funktion: Celenkrezeptoren. Auf den Euplatulae sind Sensillenkomplexe aus 2–4 basiconishchen Sinneshaaren reihenformig angeordnet. Hierbei handelt es sich vermutlich um Kontaktchemorezeptoren.
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