
Mit Nachdenken uber Christa T. stellt Christa Wolf erstmals in der DDR-Literatur nachdrucklich die Frage, wie und unter welchen Umstanden es dem einzelnen innerhalb der geplanten, straff organisierten DDR-Gesellschaft moglich ist, seine individuellen, ungenormten Lebenserwartungen zu erfullen und Eigenschaften auszuleben und gleichzeitig fur diese Gemeinschaft “brauchbar und nutzlich” (36) zu sein. Die Autorin geht dieser Frage nach, indem sie eine Ich-Erzahlerin uber eine fruh an Leukamie verstorbene Freundin nachdenken last. Diese Christa T. fuhrte als Hausfrau und Mutter kein aktiv politisches, sondern ein introvertiertes Leben, indem sie die politische Entwicklung beobachtend begleitete. Entgegen der staatlichen Erwartungshaltung wertet die Ich-Erzahlerin diese Lebensweise als gesellschaftlich nutzlich. Der Tod der Freundin motiviert sie zur Uberprufung eigener Verhaltensweisen und Erwartungen. Dabei stellt sie vor allem Fragen, die auch den Leser zum Nachdenken anregen sollen.
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