
1. Bankenkrisen sind meist mit hohen Einlagenausfallen verbunden. Da der Staat sich oftmals nicht der Verpflichtung entziehen kann, Verluste zumindest teilweise aufzufangen, hat der Staat ein Interesse daran, Bankenkrisen durch Regulierung zu verhindern. 2. Die Organe der Bankenregulierung sollten stellvertretend fur die Einleger handeln. Dabei geht es nicht darum, Einleger grundsatzlich vor Ausfallen zu schutzen, sondern darum, Moral Hazard Probleme zu reduzieren. 3. Eine Vorschrift, die den Banken eine Mindestausstattung an Eigenkapital vorgibt, die ausreichend ist, um Verluste aufzufangen, ist grundsatzlich geeignet, Ausfallrisiken der Einleger zu begegnen. 4. Um Liquiditatsrisiken zu reduzieren, sind die Moglichkeiten der Banken, Fristentransformation betreiben zu konnen, einzuschranken. 5. Diskretionare Spielraume in der Handhabung von Regulierungsvorschriften ermoglichen es zwar, eine jeweils auf den Einzelfall zugeschnittene Losung zu finden, es besteht aber die Gefahr, das die Organe der Bankenaufsicht davor zuruckschrecken, notwendige Eingriffe und Sanktionen vorzunehmen. Wird dies von den Banken antizipiert, so geht die disziplinierende Wirkung von Regulierungsvorschriften verloren. 6. Eine Privatisierung der Bankenaufsicht ist nur dann sinnvoll, wenn die Aufsichtsinstanz auch die Konsequenzen einer mangelhaften Uberwachung zu tragen hat. Dies wirft die Frage auf, ob ein privatwirtschaftlich organisiertes Unternehmen dazu uberhaupt finanziell in der Lage ist.
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