
„Wenn am nachsten Sonntag Bundestagswahl ware, welche Partei wurden Sie wahlen?“ - Die so genannte Wahlabsicht ist eine der am haufigsten erhobenen und am meisten studierten Variablen in der empirischen Wahlforschung. Zur statistischen Analyse wird dabei zunehmend auf Verfahren wie das Multinomial Logit1 Modell zuruckgegriffen, das in der Wahlforschung inzwischen weit verbreitet ist und auch zunehmend Einzug in die Methodenveranstaltungen politikwissenschaftlicher Fakultaten halt. Eine andere, mit der Wahlabsicht eng verwandte Variable, die ebenfalls in vielen Wahlstudien enthalten ist findet dagegen deutlich weniger Beachtung. Die Rede ist von den Parteipraferenzen der Wahler, also welche Partei sie am meisten praferieren, am zweitmeisten, usw. Der Grund fur die geringe Aufmerksamkeit mag zum einen darin liegen, dass das Forschungsinteresse gegenuber der Wahlentscheidung generell groser ist als gegenuber Wahlerpraferenzen, zum anderen bisher auch an einem Mangel an entsprechenden Analyseverfahren, die - ahnlich dem Multinomial Logit Modell in der Analyse der Wahlabsicht - es erlauben wurden, Praferenzordnungen von Wahlern einer multivariaten statistischen Analyse zuzufuhren. Im Rahmen dieses Aufsatzes mochten wir ein solches Analyseverfahren - das so genannte Rank Ordered Logit Modell (ROL) - vorstellen, mit dem der herkommliche Multinomial Logit Ansatz von der Analyse der Wahlabsicht auf die Analyse ordinaler Parteipraferenzen ubertragen werden kann. Es ermoglicht damit eine Form der Analyse die in der Wahlforschung bisher kaum genutzt wurde.
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