
Wenn wir die Instrumente betrachten, die die Romantik als Trager ihrer Gedan-ken benutzt hat, so bemerken wir, das sie sie beschrankt auf eine immer engere Auswahl. Das Orchester wird immer reicher und vielzungiger, aber in Konzert-und Kammermusik wird die Zahl der beschaftigten Instrumente immer geringer. Mozart hatte auser Klavier- und Violinkonzerten und -sonaten noch Konzerte fur Flote, Oboe, Fagott, Klarinette, Horn, fur Flote und Harfe, fur Violine und Viola geschrieben; Haydn unter anderen ein Konzert fur Trompete; Weber Konzerte und Konzertstucke fur Klarinette, Fagott, Harmonichord; und selbst bei Beethoven ist mit dem Tripel-Konzert, op. 56, mit dem Klavier-Blaser-Quintett, op. 16, mit der Hornsonate, op. 17, mit der Serenade, op. 25, dem Septett, op. 20, die Verbindung mit dem achtzehnten Jahrhundert immer noch aufrechterhalten: es ist bezeichnend, das das lauter »gluckliche«, unbeschwerte Werke sind. Aber schon bei Schubert ist die Beschrankung fuhlbar: die »organa«, die ihm genugen, sind Orchester, Streicherensembles und das Klavier, und fast die einzige Ausnahme ist das serenadenhafte Oktett. Nun ware es naturlich falsch, zu behaupten, das die Romantik nicht gelegentlich noch jede Kombination von Instrumenten benutzt hatte: auch Schumann hat eine Hornsonate geschrieben, und fur Brahms’ lebendige und immer intimer werdende »Relation« zum achtzehnten Jahrhundert sprechen das Klaviertrio mit Horn, op. 40, die spaten Klarinettensonaten und das Klarinettenquintett.
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