
Die Neandertaler lebten vor rund 200000 bis 30000 Jahren, in einer Phase starker Klimaschwankungen, die fur das Jungpleistozan (besser bekannt als Eiszeitalter) charakteristisch waren. Wie schon beschrieben, erkannten 1909 die Geographen Albrecht Penck und Eduard Bruckner, das sich die Eisbedeckung der Alpen in dieser Zeit viermal stark ausdehnte und wieder zuruckzog. Dadurch stellten sie die grundlegende Chronologie fur die geologischen Vorgange wahrend der 1,8 Millionen Jahre des Pleistozans auf (vgl. Abb. 57, S. 83). Ihre Arbeit basierte auf Untersuchungen der Oberflachengeologie. Bedenkt man, das jeder Gletschervorstos die Spuren vorheriger Eiszeiten beseitigt, wird ihre Leistung um so bemerkenswerter: Das sich eindeutige Eiszeitspuren nur lokal finden und analysieren lassen, stellte jahrelang das groste Hindernis dar, pleistozane Vorgange genauer oder sogar weltweit zu verstehen. Seit der Mitte der funfziger Jahre verfolgt man jedoch einen anderen Forschungsansatz. Er beruht darauf, das Bohrkerne aus dem Meeresboden einen Blick in die weitgehend luckenlosen Ablagerungsschichten erlauben. Derartige Ablagerungen laufen am Meeresboden viel gleichmasiger ab als an Land. Die Bohrkerne enthalten Mikroorganismen (besonders Foraminiferen), die einen Hinweis auf die Meerestemperatur zur Zeit ihrer Sedimentation geben.
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