
AbstractUm die Wettbewerbsfähigkeit der Eisenbahnen im Bereich des Güterverkehrs zu erreichen, muß man Wege und Mittel finden, die Transportleistung zu verbessern. Am schnellsten gelingt dies, wenn man die zulässigen Achslasten im betroffenen Eisenbahnnetz erhöhen kann. In Schweden haben einige Firmen bereits neue Güterwagentypen mit höheren Achslasten entwickelt und fordern von Banverket die Genehmigung zum Einsatz dieser Wagen. Das schwedische Eisenbahnnetz entstand zum größten Teil in der zweiten Hälfte des 19. und in den ersten zwanzig Jahren des 20. Jahrhunderts. Nach relativ kurzer Zeit erfolgte damals eine dramatische Entwicklung bei der Herstellung von Eisenbahnwagen mit immer höheren Achslasten. Deshalb mußten schon in den ersten 20 Jahren unseres Jahrhunderts mehrere Brücken ersetzt werden, obwohl sie keineswegs alt oder abgenutzt waren. Daher stammen noch heute viele der älteren Eisenbahnbrücken in Schweden aus der Zeit von 1900 bis 1920. Für die Bemessung dieser Brücken wurden Achslasten zugrundegelegt, die hinsichtlich des damaligen Güterverkehrs mehr als ausreichten. Heutige Wagenladungen haben aber die Lasten, für die die Brücken bemessen wurden, bereits längst überschritten.
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