
AbstractDie unerwünschte Ablagerung von Mikroorganismen und die Bildung von Biofilmen wird als Biofouling bezeichnet. In Wassersystemen führen Biofilme zur Kontamination der Wasserphase und zu verstärkter Wiederverkeimung. Außerdem werden Oberflächen abgedeckt. Bei Membranprozessen führt dies zu einem erhöhten Permeationswiderstand. Biofilme sind viscoelastisch und haben eine mehr oder weniger rauhe, verformbare Oberfläche. Dadurch verbrauchen sie kinetische Energie und führen zu einem erhöhten Druckabfall, wenn Wasser gepumpt wird. In porösen Filtermaterialien, Membransystemen, Wärmetauschern, Wasserleitungen und auf Schiffsböden führt dieser Effekt zu einem erhöhten Energiebedarf bzw. zur Leistungsverminderung. Bei Wärmetauschern verschlechtern sie zudem den Wärmeübergang, weil sie eine Gel‐Schicht zwischen Medium und Austauscherfläche bilden, in der nur diffusiver, aber kein konvektiver Wärmeübergang möglich ist. Durch verringerte Anlagenleistung, verringerte Produktqualität und erhöhten Reinigungsaufwand entstehen große Schäden. Indirekt werden sic durch Gegenmaßnahmen wie den Einsatz von Bioziden vergrößert, wel diese u. U. Korrosionsprozesse fördern und häufig umweltbelastend wirken.
Chemie
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