
Diversität – ein Thema, das heutzutage nicht nur in der Gesellschaft ein viel diskutierter Faktor ist, sondern auch im Schulkontext immer wichtiger wird, da Schülergruppen immer vielfältiger werden. Dies zeigt sich auch vor allem darin, dass Bildungsträger sich immer mehr um eine inklusive Pädagogik bemühen, um allen Schülerinnen und Schülern einen Zugang zu Bildung zu gewähren. Ein wesentlicher Aspekt, der hierbei eine große Rolle spielen kann, sind Schulbücher, da diese eine Referenz für die gesellschaftliche Realität bieten. Doch bilden Schulbücher diese gelebte und erlebte Diversität der Lernenden auch tatsächlich ab? Und besonders welches Bild der gesellschaftlichen Vielfalt wird in Schulbüchern vermittelt? Bereits frühere Studien haben hier eher ernüchternde Ergebnisse gebracht; diese sind jedoch vorwiegend in außereuropäischen Kontexten gefunden worden oder haben sich meist auf die Untersuchung einer bestimmten marginalisierten Gruppe beschränkt. Zudem sind es hauptsächlich Sprachlehrbücher, die für eine solche Untersuchung herangezogen worden sind. Doch besonders Bücher, die in Fächern wie Ethik, Sozialkunde oder Religion genutzt werden, lassen erwarten, dass Vielfalt großzügig abgebildet und in einem positiven Licht vermittelt wird, zumal Fächer wie diese den Schülerinnen und Schülern Toleranz und Respekt näherbringen sollen. Kaum Studien beschäftigten sich mit dieser Art von Schulbüchern, weshalb meine Untersuchung zum Ziel hatte, in Österreich für den Ethikunterricht zugelassene Schulbücher auf ihre bildliche Vermittlung von Diversität zu untersuchen. Für meine Forschung habe ich insgesamt neun Schulbücher von drei Schulbuchverlagen herangezogen, wobei mein Fokus dabei auf Schulbüchern für den Ethikunterricht an BHS war. Mithilfe von Leitfragen konnte ich die Darstellung unterschiedlicher Kategorien wie dem Geschlecht, der Hautfarbe, Beeinträchtigungen und der Religion ermitteln. Meine Untersuchung hat dabei ergeben, dass die Schulbücher zumindest versuchen, die Abbildung von Stereotypen zu vermeiden. Hinsichtlich der Abbildungen von Menschen mit dunkler Hautfarbe, Beeinträchtigungen oder unterschiedlicher Religionen haben die untersuchten Schulbücher jedoch noch Aufholbedarf, wobei bestehende Tendenzen bereits in eine positive Richtung weisen. Meine Studie bietet eine ertragreiche Grundlage, die als Anreiz für zukünftige Forschungen in diesem Bereich dienen kann, aber ebenso Bildungsträger und Schulbuchverlage auf mögliche Punkte zur Verbesserung aufmerksam macht.
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