
doi: 10.20377/rpb-119
Im Zuge der fortschreitenden Globalisierung der Gesellschaft wird vermehrt darüber nachgedacht, wie der Religionsunterricht eine ethisch-moralische Reflexion globaler Probleme fördern kann. Grundgelegt sind derartige Bildungsbemühungen meist in den Leitbildern der weltweiten Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Der vorliegende Beitrag versucht, aus der Perspektive des allgemeinpädagogischen Diskurses zum Globalen Lernen drei didaktische Herausforderungen beim Umgang mit diesen Leitbildern zu fixieren und daraus theoretische Impulse für den Religionsunterricht abzuleiten. Erstens wird dargelegt, dass Globales Lernen auch im religiösen Kontext eine reflexive Verhältnisbestimmung zwischen der Normativität der weltweiten Gerechtigkeits- bzw. Nachhaltigkeitsidee und dem Anspruch der Lerner*innen auf eine eigene Entscheidung anregen kann. Zweitens liefert der allgemeinpädagogische Diskurs Impulse zur gleichberechtigten Integration von Sichtweisen aus Süd und Nord in den religiösen Bildungsprozess. Zuletzt deutet das Globale Lernen auch Möglichkeiten an, mit der enormen Komplexität weltweiter Gerechtigkeits- bzw. Nachhaltigkeitsfragen im Religionsunterricht umzugehen.
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