
doi: 10.1007/bf02595105
1. Es wird ein Fall von akutem Hyperparathyreoidismus beschrieben. 2. Das klinische Krankheitsbild wurde von schweren intestinalen Symptomen und den Zeichen einer zunehmenden Herz- und Kreislaufinsuffizienz beherrscht. Anzeichen einer Knochenerkrankung fehlten. Die klinische Diagnose lautete deshalb: Tumor des Magendarmkanals, Herzschwache. 3. Pathologisch-anatomisch ergab sich folgender Befund: Rechtsseitiges huhnereigroses, gemischtzelliges, cystisches Epithelkorperchenadenom mit Thrombosen und Infarkten; ebenfalls rechtsseitiges bohnengroses, gemischtzelliges Epithelkorperchenadenom. Hyperplasie der linksseitigen Epithelkorperchen. Ostitis fibrosa generalisata. Sehr schwere Kalkmetastasen in Herzmuskel, Niere, Lunge, Tracheal- und Bronchialschleimhaut, Magen und Leber. Chronische Glomerulonephritis. Indurierende Lungentuberkulose. Thrombosen in zahlreichen Venengebieten.Zahnsche Infarkte der Leber. Chronisches Geschwur des Zwolffingerdarms. Pankreas- und Fettgewebsnekrosen. 4. Die Epithelkorperchentumoren und-hyperplasien werden als Ursache fur die schweren klinischen Krankheitserscheinungen, die Organverkalkungen und Knochenveranderungen aufgefast, ihre Entstehung als Folge leichter Schwankungen im Calciumgehalt des Blutes angesehen und diese auf die chronische Nephritis und die Lungentuberkulose zuruckgefuhrt. 5. Es werden eigenartige Kernveranderungen an zahlreichen Zellen der Epithelkorperchen und vereinzelten Zellen einiger anderer Organe beschrieben. Sie werden aufgefast als isolierte Kalkablagerungen in Kernen von Zellen, deren Protoplasma von morphologisch, nachweisbarem Kalk frei geblieben ist. 6. Die Tatsache, das in den Infarkten des grosen Epithelkorperchen-adonoms reichlich oxyphile Zellen und Ubergangsformen zu untergehenden Zellen gefunden wurden, wird als weiterer Beweis dafur angesehen, das die oxyphilen Zellen eine inaktive funktionslose Zellform darstellen. 7. Es wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, bei Zustanden von Hyperparathyreoidismus mit jeglicher Strophantinmedikation sehr vorsichtig zu sein oder zum mindesten die Strophantinwirkung genau zu beobachten und im Schrifttum niederzulegen.
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