
doi: 10.1007/bf00446355
1. Oryzaephilus surinamemis L. besitzt in Larve, Puppe und Imago beiderlei Geschlechts vier ovale Mycetome, die vollig isoliert vom Darm in den Fettkorperlappen eingebettet sind. 2 Mycetome liegen ventral beiderseits vom Nervensystem, 2 dorsal schrdg hintereinander uber dem Darm vor der vorderen Enddarmschlinge. 2. Die Mycetome zeichnen sich durch ihren besonders komplizierten histologischen Ban aus ; sie Bind von einer bindegewebigen Hulle umgeben, die sich auch zwischen die einzelnen radidr angeordneten Syncytien einschiebt. In der Mitte des Organes liegt ein gewaltig vergroserter Kern, der ebenfalls noch dem bindegewebigen Anteil zuzurechnen ist. Jedes der 12–15 Syncytien, die von wurstformigen bis zu 70 µ langen Bakterien besiedelt sind, zeichnet sich wiederum durch den Besitz eines stark hypertrophierten, zentral gelegenen Riesenkernes aus, in dessen Umkreis sich die iibrigen Kerne normaler Gro\enordnung gruppieren. 3. Die Ubertragung der Pilze auf die Nachkommen erfolgt durch Infektion am hinteren Pol ausgewachsener Ovarialeier kurz vor der Abscheidung des Chorions. 4. Die polare Infektionsmasse, die zur Zeit der Blastodermbildung ins Eiinnere einbezogen wird, gerat vorubergehend in innige Lagebeziehungen zum hinteren Ende des Keimstreifs. Die Symbionten sinken dann in den Dotter ab und wandern bald darauf, noch vor der Mitteldarmbildung, auf der Hohe des Vorderendes des Proctodaums in die 4 fruhzeitig schon bereitgestellten und ventral angelegten Embryonalmycetome ein. 5. Bald nach dem Schlupfen der Larve beginnt die histologische Differenzierung der Mycetome, die vorerst noch sehr einfach gebaut sind und noch keine Aufteilung in einzelne Facher aufweisen. 6. Die Symbionten zeichnen sich durch einen hochgradigen Pleomorphismus aus, der einerseits in der Ausbildung kurzer, stark farbbarer Infektionsformen, anderseits im Auftreten verzweigter Involutions- und scholliger Degenerationsformen zum Ausdruck kommt.
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