Langfristige Wiedereingliederung nach der beruflichen Rehabilitation : Ergebnisse einer Langzeituntersuchung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Berufsförderungswerke (Long-term reintegration after occupational rehabilitation : results of a longitudinal study by the working group of German occupational rehabilitation centres)

Article OPEN
Beiderwieden, Kay;
(2001)
  • Journal: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, volume 34, issue 2, pages 182-206
  • Subject: berufliche Rehabilitation - Erfolgskontrolle, Rehabilitanden, berufliche Reintegration, adäquate Beschäftigung, Beschäftigungsdauer, Berufsförderungswerk, Wirkungsforschung - Methode

"In Germany a complex system of rehabilitation has developed in which the occupational rehabilitation centres (Berufsförderungswerken) are allocated the occupational rehabilitation of the 'more difficult cases'. In order to investigate how many of those undergoing rehab... View more
  • References (25)
    25 references, page 1 of 3

    87% 4 Arbeitslosenquote 9/1998 im Herkunftskreis 5 berufliche Vorqualifikation 6 Ausbildungsberuf (n ≥ 90) 7 Grad der Behinderung 4.1.4 Verlangsamung des Wiedereingliederungs-Prozesses Die Wiedereingliederung wird häufig nur von einem (punktuellen) Ergebnis her betrachtet. Man sagt dann: „Die Wiedereingliederung ist so und so hoch ...“ Richtiger als diese eher statische Betrachtungsweise ist es jedoch, wenn man sich die Wiedereingliederung als Prozess vorstellt, bei dem beständig Absolventen in eine Erwerbstätigkeit einmünden, andere die Arbeitstelle wechseln, erwerbslos werden, in der Familie tätig werden und Ähnliches. In dieser eher dynamischen Betrachtung des Arbeitsmarktes als Arbeitsmarktgeschehen stehen „Übergänge“ im Mittelpunkt des Interesses (Schmid 1994). Das Arbeitsmarktgeschehen bzw. die Häufigkeit der Übergänge sind vor allem unmittelbar bei und nach RehaEnde besonders hoch. Die Abbildung 6 gibt den Wiedereingliederungs-Prozess der in der „Langzeituntersuchung 1998“ einbezogenen Absolventen-Jahrgänge wieder.16 Aus der obigen Abbildung lässt sich folgendes ablesen: 1. Die Wiedereingliederungs-Kurven für die AbsolventenJahrgänge bei der „Langzeituntersuchung 1998“ und den entsprechenden Jahres-Nachbefragungen decken sich nur zum Teil. Abweichungen lassen sich insbesondere in zwei Fällen erkennen:

    16 Es werden die kumulierten Wiedereingliederungs-Quoten dargestellt, und zwar nur für die Absolventen, die zum Zeitpunkt der Befragung (1998) erwerbstätig waren. Nicht enthalten sind alle diejenigen Absolventen, die in der Zwischenzeit eine Beschäftigung gefunden hatten, diese aber wieder verloren haben. Um diese Absolventen mit zu erfassen, hätte man im Fragebogen nach einzelnen Erwerbsabschnitten mit Beginn- und Endedatum fragen müssen, was den Fragenbogen komplizierter gemacht hätte. Dadurch, dass dies nicht geschehen ist, verlaufen die Kurven - vor allem zu Beginn der einzelnen Absolventen-Jahrgänge der Langzeituntersuchung - flacher, als sie tatsächlich sind. Dies zeigt auch der Vergleich mit den Wiedereingliederungs-Kurven der entsprechenden Jahres-Nachbefragungen.

    Arbeitsgemeinschaft Deutscher Berufsförderungswerke (2000): Trä- ger- und herkunftsbezogene Belegung in den Berufsförderungswerken - Hauptmaßnahmen. Erhebungszeitpunkt: 30.11.1999.

    Beck, U. (1986): Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne.

    Beiderwieden, K. (1994): Schlüsselqualifikationen erfordern offene Methoden in der Berufsbildung. In: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Heft 1, S. 76 - 88.

    Beiderwieden, K. (1997): Berufliche Wiedereingliederung von ehemaligen Rehabilitanden - Empirische Ergebnisse der Nachbefragungen der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Berufsförderungswerke. In: Ellger-Rüttgardt, S. / Blumenthal, W.: Über die große Schwelle. Junge Menschen mit Behinderungen auf dem Weg von der Schule in Arbeit und Gesellschaft. Ulm, S. 81 ff.

    Beiderwieden, K. / Wittwer, U. (1994): Über 25 Jahre erfolgreiche berufliche Wiedereingliederung von Behinderten. In: Rehabilitation, Heft 3, S. 127 - 132.

    Björkland, A. / Regnér, H. (1996): Experimental Evaluation of European Labour Market Policy. In: Schmidt, G. / O'Reilly, J. / Schö- mann, K. (Hg.) (1996): International Handbook of Labour Market Policy and Evaluation. Chaltenham und Brookfield.

    Blaschke, D. (1997): Problemhintergrund der Verbleibs- und Wirkungsforschung bei Behinderten und anderen Zielgruppen der Arbeitsmarktpolitik. In: Niehaus, M., L. Montada (Hrsg.): Behinderte auf dem Arbeitsmarkt. Frankfurt/M: Campus, S. 131 - 143.

    Blaschke, D. / König, P. (1992): Berufliche Wiedereingliederung von Rehabilitanden. IAB-Werkstattbericht 3.

  • Metrics
Share - Bookmark