publication . Doctoral thesis . 2010

Collaborative planning in the context of informal settlements in Porto Alegre, BrazilPlanejamento cooperativo no contexto de ocupações informais em Porto Alegre, Brasil

Zellhuber, Andrea;
Open Access German
  • Published: 05 Jan 2010
  • Publisher: Technical University of Munich
  • Country: Germany
Abstract
Wie die meisten lateinamerikanischen Großstädte zeichnet sich die Peripherie von Porto Alegre durch ein dynamisches und ungeregeltes Siedlungswachstum in Form von Landbesetzungen und illegalen Parzellierungen aus. Mit Hilfe von Methoden der qualitativen Sozial¬forschung werden anhand einer Fallstudie insbesondere die damit verbundenen städtischen Umweltkonflikte analysiert und deren Einbeziehung in kooperative Planungsverfahren untersucht. Die Prozesse des ungeregelten Siedlungswachstums am Stadtrand von Porto Alegre sind vor allem durch Wanderungsprozesse innerhalb der Stadt, die ausgrenzende Wirkung des städtischen Immobilienmarktes sowie durch fehlgeschlagene...
Subjects
free text keywords: Partizipation;Bürgerbeteiligung;kooperative Stadtplanung;informelle Siedlungen;städtische Umweltkonflikte;Stadtentwicklung in Entwicklungsländern;partizipative Umweltplanung participação;planejamento urbano cooperativo;planejamento ambiental participativo;cidade informal;ocupações informais;urbanização descontrolada;conflitos ambientais urbanos;conflitos sócio-ambientais;planejamento urbano no Brasil, participation;collaborative urban planning;informal settlements;informal urbanization;urban informality;urban environmental conflicts;urban land use conflict;urbanization in the south;participatory environmental planning;urban planning in Brazil, Sozialwissenschaften, Soziologie, Landschaftsgestaltung, Raumplanung, ddc:300, ddc:710
Related Organizations
Download from
MediaTUM
Doctoral thesis . 2010
Provider: MediaTUM
286 references, page 1 of 20

Zusammengestellt aus den Quellen: DMCA (1964), DEMHAB (1973), SPM (1982), Moraes/Anton (2000)........................................................................ 37 Typen von Umweltorganisationen, vereinfacht nach Grohmann (1995, 52) und Boris (1998, 227-229) .......................................................................... 109 Zusammenfassung der verfahrens- und ergebnisbezogenen Kriterien zur Analyse des kooperativen Planungsprozesses ........................................... 132 Chronologischer Ablauf der Veranstaltungen der lokalen Planungsgruppe (GPL). Die Veranstaltungen, die mittels teilnehmender Beobachtung der Autorin untersucht werden konnten, sind grau hinterlegt. ............................ 169 4 Bereits 1971 formierte sich in Porto Alegre die Umweltschutzgruppe Associação Gaúcha de Proteção ao Ambiente Natural (AGAPAN), aus der sich innerhalb weniger Jahre eine differenzierte ÖkologieBewegung entwickelte (Brocke 1993, 4).

5 Der Überbegriff „informelle“Siedlungen wird hier im Sinne von nicht offiziell, ohne Berücksichtigung von formalen Vorgaben und Regeln verwendet. In der Literatur ebenfalls als allgemeiner Begriff üblich sind die Bezeichnung „illegale Siedlungen“oder „Marginalsiedlungen“, wobei bei ersterem Begriff stärker die rechtliche Situation dieser Siedlungen im Konflikt mit dem geltenden Boden-, Planungs- und Baurecht und bei letzterem die räumliche und soziale Marginalisierung und gesellschaftliche Ausgrenzung in den Vordergrund gerückt wird. Die Bezeichnung „informelle Siedlung“blendet dagegen den legalen Aspekt aus und impliziert nach Ribbeck (2002, 66), dass man die „informelle Stadt“nicht mehr ausgegrenzt und als Bedrohung der „formellen Stadt“sieht, sondern als eine Überlebenspraxis der einkommensschwachen Massen akzeptiert oder zumindest toleriert. Die genanten Begriffe werden hier, trotz ihrer unterschiedlichen Färbung gleichbedeutend als Überbegriffe verwendet. In Kap. II.2 folgt eine genauere begriffliche Auseinandersetzung mit den verschiedenen Typen dieser Siedlungsformen, die sich in unterschiedlicher Ausprägung durch planlose Gründung, Ungesetzlichkeit der Landnahme, Abweichungen vom geltenden Planungs- und Baurecht sowie improvisierte Bautätigkeit auszeichnen (Ribbeck 2002, 66).

6 Ein Beleg dafür ist die bereits 1972 veröffentlichte Studie über die Schutzwürdigkeit der Hügelkette von Porto Algre (Mohr & Angelin 1972).

9 Die Literatur zu Umweltmediation konzentriert sich sehr stark auf diese Art von Umweltkonflikte, da für diese in den Industrieländern am häufigsten Mediationsverfahren eingesetzt werden.

10 Darunter wird ein sozialer Konflikt verstanden, der sich aus unterschiedlichen Ansprüchen an den Raum ergibt. Als sozialen Konflikt bezeichnet man allgemein nach Giesen (1993, 92) soziale Beziehungen und Prozesse, in denen zwei oder mehrere Individuen oder Gruppen mit gegensätzlichen Interessen an bestimmten Problemlösungen voneinander unterschieden werden können. Der Begriff Landnutzungskonflikt wird im Folgenden synonym mit dem in der Geographie gebräuchlichen Ausdruck der Landnutzungskonkurrenz verwendet.

11 Der Begriff der Umweltplanung wird jedoch häufig auch als Sammelbegriff für verschiedene Fachplanungen mit Umweltbezug verstanden. Das Umweltbundesamt definiert Umweltplanung als die Gesamtheit der auf den Umweltschutz ausgerichteten raumbezogenen Planungen, bei denen der Umweltschutz Primärziel oder Begleitziel ist. Hierzu gehören u.a.: Abfallentsorgungsplan, Abwasserbeseitigungsplan, Agrarleitplan, Bauleitpläne, Bewirtschaftungsplan, wasserwirtschaftlicher Rahmenplan, Energiekonzept, Forstlicher Rahmenplan, Waldfunktionsplan, Lärmminderungsplan, Landschaftsprogramm, Landschaftsrahmenplan, Landschaftsplan, Grünordnungsplan, Luftreinhalteplan, Verkehrsentwicklungsplan sowie Programme und Pläne der Landesplanung (Hülsmann 1995, 49).

Abers, Rebeca Neaera (2000): Inventing local democracy: Grassroots politics in Brazil. London: Lynne Rienner Publishers.

Abers, Rebeca Neaera (2001): Practicing radical democracy : Lessons from Brazil. In: DISP - Zeitschrift des Instituts für Orts-, Regional-, und Landesplanung ETH Zürich, Nr. 147, 4, S. 32-38.

Acselrad, Henri (2002): Justiça ambiental e construção social do risco. In: ABEP (Hrsg.): Anais do XIII Encontro da Associação Brasileira de Estudos Populacionais, realizado em Ouro Preto, Minas Gerais, de 4 a 8 de novembro de 2002. Ouro Preto: ABEP, S. 200-219. [OpenAIRE]

Adelmann, Wolfram (2006): Umsetzung der Biodiversitätskonvention in urbanen Expansionsräumen am Beispiel der Stadt Porto Alegre (Brasilien). Dissertation am Lehrstuhl für Vegetationsökologie, Technische Universität München.

Aguiar, Lucia Wilhelms; Martau, Lia; Soares, Zilda Fernadnes; Bueno, Olinda Leites; Mariath, Jorge Ernesto; Klein, Roberto Miguel (1986): Estudo preliminar da flora e vegetação de morros graniticos da Região da Grande Porto Alegre, Rio Grande do Sul, Brasil. In: IHERINGIA Ser. Bot., Nr. 34, S. 3-38.

Alber, Erdmute; Eckert, Julia (1999): Settling of land conflicts by mediation. Schlichtung von Landkonflikten: ein Workshop. Eschborn: Freie Univ. Berlin, Institut für Ethnologie.

Alfonsin, Betânia de Moraes (1997): Direito à Moradia: Instrumentos e experiências de regularização fundiária nas cidades brasileiras. Rio de Janeiro: Fase/IPPUR.

Alfonsin, Betânia de Moraes (1999): Regularização fundiária: Um imperativo ético da cidade sustentável - o caso de Porto Alegre. In: Saule, N. J. (Hrsg.): Direito à cidade: Trilhas legais para o direito às cidades sustentáveis. São Paulo: Editora Max Limonad, S. 157- 172.

Alfonsin, Betânia de Moraes (2003): Da invisibilidade à regularização fundiária: a trajetória legal da moradia de baixa renda em Porto Alegre. In: Fernandes, E.; Alfonsin, B. d. M. (Hrsg.): A lei e a ilegalidade na produção do espaço urbano. New York: Del Rey, S. 157-172.

286 references, page 1 of 20
Powered by OpenAIRE Open Research Graph
Any information missing or wrong?Report an Issue