Auswirkungen eines Intensivtherapie-Programms für verhaltensgestörte Geistigbehinderte auf ihre Bezugspersonen im Heim

Article German OPEN
Elbing, Ulrich ; Rohmann, Ulrich H. (1994)
  • Subject: Kind | Geistige Behinderung | Verhaltensstörung | Modelllernen | Verhaltenstherapie | Verhaltensstörungen | Imitationslernen | Institutionelle Pflege | Multimodaler Behandlungsansatz | Mental Retardation | Behavior Disorder | Imitation (Learning) | Behavior Therapy | Institutionalized Mentally Retarded | Multimodal Treatment Approach

Die vorliegende Studie dokumentiert die Auswirkungen eines Intensivtherapie-Programms für Geistigbehinderte mit schweren Verhaltensstörungen oder autistischen Verhaltensweisen auf ihre in das Programm mit einbezogenen Betreuer hinsichtlich ihrer fachlichen Kompetenz, ihrer Interaktionsqualität mit den Klienten, ihrer Teamkultur und ihrer Arbeitszufriedenheit. In einem quasiexperimentellen Design schätzten sich die Betreuer vor und nach dem Intensivtherapie-Programm mit einer Ratingskala im Hinblick auf die genannten Bereiche ein. Diese Einschätzungen wurden bei drei aufeinanderfolgenden Durchführungen des Programms erhoben. Die Überprüfung der abhängigen Daten und zwei Kontrollgruppenvergleiche zeichnen ein differenziertes Bild von den Effekten des Intensivtherapie-Programms. Vor allem profitieren die fachlich qualifizierten Bezugspersonen hinsichtlich ihrer fachlichen Kompetenz und der Qualität ihrer Interaktion mit den Klienten, wogegen Praktikanten eine Verbesserung in ihrer personlichen Beziehung zu den Klienten angeben. Die Befunde werden diskutiert im Hinblick auf rollenspczifischcs Lernen der Betreuer, motivationale Faktoren und ihren Zusammenhang mit dem Lern- und Therapieerfolg sowie institutionsbedingte Einflußgroßen. Dabei wird die spezifische Wirkungsweise des Intensivtherapie-Programms auf die Bezugspersonen mit ihren Möglichkeiten und Grenzen verdeutlicht.
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