Emotionalitätsmarker in Kommentaren auf der PEGIDA-Facebook-Seite

Report German OPEN
Hintze, Sonja (2015)
  • Publisher: Hannover : Gottfried Wilhelm Leibniz Universität, Seminar für deutsche Literatur und Sprache
  • Related identifiers: doi: 10.15488/2962
  • Subject: Digitale Kommunikation
    • ddc: ddc:400

Das Thema Zuwanderung löst in der Bevölkerung eine Reihe von unterschiedlichen Emotionen aus. Eine politische Bewegung, die unter anderem aufgrund ihrer ablehnenden Haltung gegenüber Zuwanderung in den Medien sehr präsent ist, ist PEGIDA (Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes). PEGIDA ist wie aus dem Nichts im Oktober 2014 in Dresden auf der politischen Bildfläche erschienen und gewann schnell an Zuwachs. Nach einem kurzen Einbruch der Anhängerzahlen nimmt die Zahl der PEGIDA-Anhänger mit steigenden Flüchtlingszahlen immer weiter zu. Die Hauptkommunikationsplattform von PEGIDA ist eine öffentliche Facebook-Gruppe, auf der sowohl Veranstaltungen angekündigt werden, als auch andere Informationen geteilt und von Nutzern kommentiert werden. In dieser Arbeit wurden daher Kommentare auf der PEGIDA-Facebook-Seite auf Emotionalitätsmarker untersucht und die ausgedrückten Hauptemotionen analysiert. Hierzu wurde ein Korpus mit 55 Facebook-Kommentaren erstellt und ausgewertet. Die gefundenen Emotionalitätsmarker wurden zunächst kategorisiert. Auffällig dabei ist, dass der Emotionsausdruck in den Kommentaren überwiegt und die Emotionsthematisierung nur einen geringen Teil ausmacht. Emotionen werden also überwiegend implizit ausgedrückt. Am häufigsten werden Wut, Ärger und Angst thematisiert, aber auch Ekel, Zweifel und Hass spielen eine Rolle in den Facebook-Kommentaren.
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