Marx, Engels und die Teilung der Arbeit - Materialien zur Gesellschaftstheorie und Geschichte

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Hennings, Lars (2013)
  • Publisher: Berlin
  • Related identifiers: doi: 10.5281/zenodo.843492, doi: 10.5281/zenodo.58884, doi: 10.5281/zenodo.639406
  • Subject: General Concepts, Major Hypotheses and Major Theories in the Social Sciences | historische Entwicklung | science of history | soziologische Theorie | sociology | Engels, F. | historical development | Geschichtswissenschaft | Generelle Theorien der Sozialwissenschaften | Gesellschaftswissenschaft | Soziologie, Anthropologie | sociological theory | Allgemeine Soziologie, Makrosoziologie, spezielle Theorien und Schulen, Entwicklung und Geschichte der Soziologie | General Sociology, Basic Research, General Concepts and History of Sociology, Sociological Theories | Sociology & anthropology | Sozialwissenschaften, Soziologie | Marxism | theory of society | philosophy of science | Marx, K. | Soziologie | History | Sozialwissenschaft | Wissenschaftstheorie | philosophy | social science | Social History, Historical Social Research | history of science | Geschichte | Wissenschaft | Wissenschaftsgeschichte | Philosophie | Sozialgeschichte, historische Sozialforschung | science | Marxismus | Social sciences, sociology, anthropology | Gesellschaftstheorie | Theorie | theory

Ein Thema - ein Buch, also ein Buch mit allem, was zum Verständnis von Marx und Engels nötig ist, sollte es werden, eines das ich Anfang der 70er Jahre gebraucht hätte, ein für junge Leute verständlich geschriebenes wissenschaftliches Buch. Die „Klassiker“ der sozialistischen Literatur, die so lange als die steifen Götterfiguren der untergegangenen Sowjetideologie dienen mußten, werden aus einem besonderen Blickwinkel vorgestellt: aus dem ihrer gesellschaftlichen Theorie und nicht so sehr als Ökonomen und Politiker. Auch über Marxens „Ökonomie“, über „Das Kapital“, wird aber das Nötige mitgeteilt. Schon ab 1845 formulierten sie bis in unsere Tage gültige Grundlagen der modernen Soziologie, und das als Wissenschaft und nicht mehr als Philosophie.1 Sie haben bereits 1845 das Entstehen der Menschen und die Formen ihres Zusammenlebens als einen Prozeß der sozialen Evolution2 in einem wissenschaftlichen, in einem soziologischen Modell aufgezeigt. Gegen die damalige Vorstellung des 19. Jahrhunderts, die Welt sei von einem Gott geschaffen, erklärten sie das Werden der menschlichen Gesellschaft als einen sozialen Prozeß. Und das einige Jahre, bevor Darwin 1859 das biologische Werden der Menschen aus den Primaten wissenschaftlich eigentlich schon mitbewiesen hatte, als er die Funktionsweise der biologischen Evolution aufzeigte. So wie Darwin ein wichtiger Begründer der modernen Biologie war, so gehören sie zu den Begründern der Wissenschaft von den Menschen, der Soziologie, und damit des heutigen europäisch-westlichen Weltbildes. Ihre Kritik der politischen Ökonomie hat den Anspruch, die Anatomie der bürgerlichen Gesellschaft zu beschreiben, nun aber als den empirisch erfaßten Aufbau und die Funktionsweise der kapitalistischen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts und nicht mehr als idealistische Philosophie (Hegels). Bedeutende Soziologen haben die Themen von Marx und Engels faktisch weiter geführt, wo jene nur Hypothesen hinterließen...
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