Einfluss der Etch-and-Rinse-Technik auf Adper Easy Bond

Doctoral thesis German OPEN
Kunstmann, Thorsten (2011)
  • Subject: Bond <Zahnmedizin> | Dentin | Zahnschmelz | Selektives Ätzen | Medizinische Fakultät -ohne weitere Spezifikation-
    • ddc: ddc:610

Ziel der vorliegenden Studie war es die Auswirkungen der Etch-and-Rinse-Technik auf die Randqualität von Kompositfüllungen bei Anwendung des selbstätzenden Bondingsystems Adper Easy Bond zu untersuchen. An 64 extrahierten menschlichen Molaren wurden tiefe Klasse-II-Kavitäten präpariert, deren approximale Begrenzung unterhalb der Schmelz-Zement-Grenze lag. Diese wurden in acht Gruppen aufgeteilt, jeweils mit 8 Zähnen pro Gruppe, und mittels verschiedener Bonding-Techniken mit Kompositfüllungen versehen. Dabei wurde in allen Gruppen das Self-etch-Adhäsive-System Adper Easy Bond verwendet. Zusätzlich wurde vorher in 2 Gruppen nur der Schmelz unterschiedlich lange selektiv mit Phosphorsäuregel geätzt. In 3 Gruppen wurden vorher sowohl Schmelz als auch Dentin geätzt, wobei hier das Dentin kürzer als der Schmelz mit Säure in Kontakt kam. Die Etch-and-rinse-Technik kam bei den letzten beiden Gruppen jeweils unterschiedlich lange zum Einsatz, bevor auch diese mit Adper Easy Bond behandelt und mit einem modellierbaren Komposit gefüllt wurden. Die Kontrollgruppe wurde vor dem Füllen nur mit Adper Easy Bond behandelt. Jeweils vor und nach einer thermo-mechanischen Dauerbelastung wurden Replikas aller Probenzähne für die Randspaltanalyse hergestellt. Die Beurteilung der Randspaltqualität im dentinbegrenzten Bereich erfolgte durch die quantitative und qualitative Auswertung rasterelektronenmikroskopischer Aufnahmen. Es zeigte sich, dass die Gruppen mit einer Ätzung des Dentins für 10 bis 15 Sekunden im Vergleich zu allen anderen Gruppen mit Dentinätzung eine deutlich geringere Randspaltdichte im dentinbegrenzten Füllungsbereich aufwiesen. Diese Gruppen mit einer Dentinätzung für 10 bis 15 Sekunden lieferten die besten Ergebnisse bzgl. der Randschlussqualität. Die schlechtesten Ergebnisse in diesem Bereich ergaben sich bei einer Dentinätzung für 30 Sekunden (Mann-Whitney-U-Test: p < 0,05), da in dieser Gruppe die höchste Randspaltdichte im Übergangs-bereich der Füllung zum Dentin vorlag.Alle Gruppen mit Schmelzätzung wiesen im Schmelzbereich geringe Randspaltdichten auf während bei der Vergleichsgruppe „Anwendung nach Gebrauchsanweisung rein self-etch“ ohne Schmelzätzung deutlich mehr Randspalten zum Schmelz sowohl vor als auch nach TMB gefunden wurden (Mann-Whitney-U-Test: p < 0,05). Die Untersuchung zeigte, dass die Anwendung der Etch-and-Rinse-Technik für 15 Sekunden, anders als bei bekannten Zwei-Schritt-Self-Etch-Adhäsiven, bei Einsatz von Adper Easy Bond die Randspaltqualität der Füllung zum Schmelz verbessert und auch auf den Haftverbund zum Dentin einen neutralen bis positiven Einfluss hat. The aim of this study was to evaluate the effects of the etch-and-rinse technique to the marginal quality of resin composite restorations using the one-step-self-etch bonding system Adper Easy Bond. 64 extracted human third molars received class II box cavities, the proximal floor of each was below the cementoenamel-junction. After dividing them in 8 groups, each with 8 teeth, they were filled by means of resin composite using different bonding techniques. Adper Easy Bond was used in all groups. Beforehand in 2 groups only enamel was additionally selective etched with phosphoric acid gel for different periods of time. In 3 groups both, enamel and dentin, were etched. However the dentin was etched for a shorter period than the enamel. The etch-and-rinse technique was used at the last 2 groups for different periods of time before they were also treated with Adper Easy Bond and were filled with means of a platic composite. The control group was only treated with Adper Easy Bond before being filled.Before and after thermomechanical loading (TML) replicas of all teeth were manufactured for the evaluation of the marginal gap formation. The marginal quality in the dentin restricted area was analyzed using a scanning electron microscope. It transpired that the groups with a dentin etching for 10 to 15 seconds compared to all other dentin-etched groups showed a significantly lower amount of marginal gaps within the dentin restricted area of the composite restoration. These groups with a dentin etching for 10 to 15 seconds showed the best results in dentin margin quality. The group with dentin etching for 30 seconds produced the worst results (Mann-Whitney U test: p < 0.05) because the highest amount of gap within the dentin restricted area of the composite restoration was found in this group. In all groups with 15 seconds enamel etch only a few marginal gaps were found while the group “application as per manufacturer’s instructions only self-etch" without enamel etching showed clearly more marginal gaps in the enamel area before and after TML (Mann-Whitney U test: p < 0.05). The study showed that the use of the Etch-and-Rinse technique for 15 seconds in combination with Adper Easy Bond, in opposition to well-known two-step-self-etch adhesives, improved the marginal gap quality of composite restorations to enamel and has also a neutral to positive effect on the adhesion interface to dentin.
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