publication . Article . 2014

Über die normativen Implikationen des Ordoliberalismus für die moderne Wirtschaftsethik

Klump, Rainer; Wörsdörfer, Manuel;
Open Access
  • Published: 19 Mar 2014 Journal: Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik, volume 10, pages 322-340 (issn: 1439-880X, Copyright policy)
  • Publisher: Nomos Verlag
  • Country: Germany
Abstract
"Bei der Rezeption der ordoliberalen Freiburger Schule wurde bislang die wirtschaftsethische Perspektive weitgehend vernachlässigt. Der Aufsatz gibt vertiefte Einblicke in das ethisch-normative Denken des Ordoliberalismus am Beispiel des Werkes von Walter Eucken. Dabei wird es neben der Bestimmung der Sozialen Marktwirtschaft als funktionsfähige und menschenwürdige Ordnung um Euckens an Kant angelehntes Freiheitsverständnis gehen sowie um eine Einordnung Euckens in die moderne Wirtschafts- und Unternehmensethik." (Autorenreferat) "Eucken's writings are rich in content not only from an (constitutional) economic perspective but also from an economic and business e...
Subjects
free text keywords: Wirtschaft, Economics, Basic Research, General Concepts and History of Economics, Training, Teaching and Studying, Professional Organizations of Economics, Volkswirtschaftstheorie, Lehre und Studium, Professionalisierung und Ethik, Organisationen und Verbände der Wirtschaftswissenschaften, Allgemeines, spezielle Theorien und Schulen, Methoden, Entwicklung und Geschichte der Wirtschaftswissenschaften, soziale Marktwirtschaft, Staat, Marktwirtschaft, Ethik, Wirtschaftsordnung, Menschenwürde, Neoliberalismus, Unternehmen, Eucken, W., Wirtschaftsliberalismus, soziale Verantwortung, Freiheit, Moral, Ökonomie, Wirtschaftsethik, Staatstätigkeit, ökonomische Theorie, Ordoliberalismus, staatliche Einflussnahme, national state, exertion of government pressure, social market economy, economic system, economic theory, human dignity, market economy, enterprise, freedom, ethics, economy, ordoliberalism, theory application, Theorieanwendung, normativ, Economic liberalism, Public administration, Sociology, Social responsibility, Normative, Public policy, National economy, Morality, media_common.quotation_subject, media_common, Business ethics, Neoliberalism, ddc:330
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Beide: Ulrich (1997/2008); Ulrich (a. a. O.: 378) spricht hier auch von der instrumentellen „Zweckdienlichkeit der Marktwirtschaft“. Der von Ulrich so häufig zitierte Begriff der Vitalpolitik ist den Werken Alexander Rüstows entlehnt (vgl. u. a. Rüstow (1955: 74)).

Freiheit ist bei Eucken stets an Gerechtigkeit und Humanität gekoppelt; gelegentlich ersetzt Eucken (1952/2004: 332) Menschenwürdigkeit durch (die Synonyme) Freiheit und Gerechtigkeit.

Eucken grenzt bewusst sein Konzept der Marktform der vollständigen Konkurrenz von demjenigen der Neoklassik (d. i. vollkommene Konkurrenz) ab (vgl. u. a. Eucken (1952/2004: 279)).

Für weiterführende Informationen vgl. Blumenberg-Lampe (1973), Rieter/Schmolz (1993), Goldschmidt (1997) und (2005) sowie als Gegenposition Haselbach (1991) und Ptak (2004: 62ff.).

Vgl. zur Kanalisierung des Eigeninteresses via Institutionenordnung: Eucken (1952/2004: 365); vgl. (a. a. O.: 368).

Sämtliche: Ulrich (2004: 25ff.); vgl. zur Wirtschaftsbürgerethik: Ulrich (1997/2008: 313ff.).

So schreibt Eucken (1952/2004: 199/324) beispielsweise: „Die Gesamtordnung sollte so sein, daß sie den Menschen das Leben nach ethischen Prinzipien ermöglicht.“ Auch der dritte Kritikpunkt Ulrichs (1997/2008: 378ff.), der Ordoliberalismus leiste einem Rückfall in neoklassische Denkmuster Vorschub, ist mit Blick auf Euckens Gerechtigkeitskonzeption und die von ihm vorgenommene Integration von Wirtschafts- und Sozialpolitik nicht zutreffend.

Vgl. zu Rudolf Euckens und Edmund Husserls Einfluss auf Walter Eucken: Klump/Wörsdörfer (2010).

Blümle, G. (2007/2008): Freiheit und Norm bei Walter Eucken, in: ders.: Wirtschaftsgeschichte und ökonomisches Denken, Marburg, 283-306.

Blümle, G./ Goldschmidt, N. (2000): Zur Normativität ordoliberalen Denkens, in: Külp, B./ Vanberg, V. (Hrsg.): Freiheit und wettbewerbliche Ordnung, Freiburg, 15-57.

Blumenberg-Lampe, C. (1973): Das wirtschaftspolitische Programm der ‚Freiburger Kreise'. Entwurf einer freiheitlich-sozialen Nachkriegswirtschaft, Berlin.

Böhm, F. (1937): Ordnung der Wirtschaft als geschichtliche Aufgabe und rechtsschöpferische Leistung, Stuttgart.

Böhm, F. (1950): Die Idee des Ordo im Denken Walter Euckens, in: Ordo. Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft, Bd. 3, XV-LXIV.

Böhm, F. (1961): Demokratie und ökonomische Macht, in: Institut für ausländisches und internationales Wirtschaftsrecht (Hrsg.): Kartelle und Monopole im modernen Recht, Karlsruhe, 1-24.

Böhm, F./ Eucken, W. (1948): Vorwort. Die Aufgabe des Jahrbuchs, in: Ordo. Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft, Bd. 1, VII-XI.

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