"Wenn Sie uns in die Entscheidungsfindung einbeziehen, wird Polen Sie unterstützen": Deutsche Europapolitik aus der Sicht Polens

Research OPEN
Łada, Agnieszka (2012)
  • Publisher: Berlin
  • Subject: Politikwissenschaft | Internationale Beziehungen | Political science | International relations | Europapolitik | internationale Beziehungen, Entwicklungspolitik | European Politics | International Relations, International Politics, Foreign Affairs, Development Policy | internationale Beziehungen | nationales Stereotyp | Bundesrepublik Deutschland | Ostpolitik | öffentliche Meinung | EU-Staat | EU-Politik | politischer Akteur | politische Führung | Polen | European Policy | international relations | national stereotype | Federal Republic of Germany | public opinion | EU member state | EU policy | political actor | political leadership | Poland

Das polnisch-deutsche Verhältnis ist heute so gut wie seit vielen Jahren nicht mehr. Die positive Sicht auf Deutschland wird auch von der Wahrnehmung der eigenen Rolle innerhalb der Europäischen Union beeinflusst. Seit ihrem Amtsantritt im Jahre 2007 hat sich die jetzige polnische Regierung eine gute Position in der EU geschaffen, die auf nachvollziehbarer Politik, Initiativen wie der Östlichen Partnerschaft, der Fähigkeit zur Koalitionsbildung und außergewöhnlichen wirtschaftlichen Indikatoren basiert. Zusammen mit der Tatsache, dass Polen das sechstgrößte Land der EU ist, bedeutet dies, dass Warschau nicht länger als "neuer" Mitgliedstaat gesehen werden will, sondern als aktiver Gestalter - auch in der Überwindung der Krise. Die Unterstützung Polens für die deutsche Europapolitik ist dabei klar abhängig von der Zusicherung Deutschlands, dass Entscheidungen gemeinsam getroffen werden. Berlin muss sich an Polens neue Ambitionen gewöhnen - und an ihre Grenzen.
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