Polen: ein Jahr EU-Mitgliedschaft als Erfolgsstory

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Wilkiewicz, Zbigniew (2005)
  • Publisher: DEU
  • Subject: Politikwissenschaft | Political science | Europapolitik | European Politics | Landwirtschaft | Agrarpolitik | postsozialistisches Land | Strukturwandel | Bilanz | EU | EU-Erweiterung | Krise | Europa | Transformation | Polen | Wirtschaftswachstum | EU-Politik | EU-Beitritt | agriculture | agricultural policy | post-socialist country | structural change | balance sheet | EU expansion | crisis | Europe | transformation | Poland | economic growth | EU policy | joining the European Union | deskriptive Studie | descriptive study

Aus Anlass der einjährigen EU-Mitgliedschaft Polens zieht der Beitrag eine positive Bilanz für die Wirtschaft und das Wirtschaftswachstums des Landes und zitiert einen veröffentlichten Regierungsbericht der polnischen Regierung, dem zufolge der EU-Beitritt maßgeblich zur Festigung günstiger makroökonomischer und struktureller Tendenzen im Außenhandel, auf dem Arbeitsmarkt und in der Landwirtschaft beigetragen hat. Angesichts der sehr hohen Arbeitslosenrate, der gravierenden regionalen Asymmetrien und der Herausforderungen durch die Wissensgesellschaft stehen Polen jedoch weiterhin weit reichende und schmerzhafte Reform- und Anpassungsprozesse bevor. Hier folgt die polnische Politik eher dem für die britische Europapolitik typischen neoliberalen Pfad, um sich die Chance für den Aufholprozess im Verhältnis zur alten EU offen zu halten. Auf EU-Ebene und in Bezug auf die historische Erinnerungskultur bestehen Unterschiede zwischen polnischen und westeuropäischen Eliten, die es zu überbrücken gilt. Angesichts der deprimierenden EU-Krise des Frühsommers 2005 wird sich also erst mittelfristig abschätzen lassen, wie viel der positive "Blitzstart" Polens wirklich wert war. (ICH)
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