publication . Article . 2013

Chimäre Mensch?: die Bedeutung der menschlichen Natur in Zeiten der Xenotransplantation = Chimeric human?: the importance of human nature in times of xenotransplantation = Quimera humana?: importância da natureza humana em tempos de xenotransplantes

Vieth, Andreas; Quante, Michael;
Open Access German
  • Published: 01 Jan 2013 Journal: Veritas, volume 58, issue 1, pages 9-36 (issn: 1984-6746, Copyright policy)
  • Publisher: Editora da Pontifícia Universidade Católica do Rio Grande do Sul (EDIPUCRS)
Abstract
O artigo reexamina a questão dos xenotransplantes (transplantes de órgãos entre diferentes espécies), tecendo várias observações sobre as práticas de xenotransplantes com o intuito de determinar com precisão o que se entende por xenotransplante (XTP) e de esclarecer em que medida um transplante de animais no organismo humano pode ser denominado uma quimera. Em seguida, os aspectos problemáticos do XTP, desde uma perspectiva ética, embora não sejam abordados no artigo, são nomeados em sua relevância teórica para o conceito de justificação, num sentido ético-normativo. Esclarecimentos conceituais e terminológicos preliminares são oferecidos pelos Autores a fim de ...
Subjects
free text keywords: filosofia, transplantes, lcsh:Philosophy (General), lcsh:B1-5802
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Veritas
Article . 2013
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2 Für nützliche Einführungen in die komplexe Materie vgl. Schicktanz 2002, Engels et. al. 2000, Beckmann et al. 2000.

11 Für einen Überblick vgl. die Darstellung in Ach et al. 2000.

12 Vgl. Bundesärztekammer 1999. Jungeblodt 2001, S. 122-130, und Paslack 2001.

13 Der an der XTP orientierten Forschung kommt dabei zunächst vor allem eine Bedeutung für ein vertieftes Verständnis der Immunabwehrreaktionen zu. Sie stellt somit eine Forschung dar, deren primäre Ergebnisse nicht für die XTP selbst von Nutzen sind. Hierdurch werden tierethische Argumente (gegen XTP) um so bedeutsamer, insofern der Ersatz organismischer Funktionen bei Menschen in den Hintergrund tritt. Zur tierethischen Problematik der xenogenen Transplantation vgl. Hüsing et al. 1998, Kap. 9.3, Hüsing et al. 2001, Kap. 8.6, Beckmann et al. 2000, Kap. 5.2, und Quante 2001.

21 Moore 1903, bes. Kap 1.B; Quante 1994 und 2003, Kap. 7.

22 Vgl. dazu Quante 2003, Kap. 5 u. 6. Unter Szientismus verstehen wir die Position, die folgende Thesen umfasst: (i) Die Naturwissenschaften legen die Ontologie fest; (ii) Begründung und Wissen sind ausschließlich gemäß den naturwissenschaftlichen oder mathematischen Verfahren zu erhalten. Wie sich im Folgenden zeigen wird, lehnt Moore die ontologische These ab, teilt mit dem Szientismus aber die zweite Annahme.

24 Vgl. zur Abgrenzung des Metaphysikalismus vom Naturalismus Moore 1903, § 66, S. 110-113 (dt. S. 164-167).

25 Besonders deutlich werden diese Beweislasten im Kontext der Auseinandersetzung um die Frage, inwiefern auch die Frühformen des menschlichen Lebens bereits als Personen anzusehen sind.

26 Moore 1903, § 66, S. 110 f. (dt. S. 164 f.): „Nicht die Gutheit [goodness] sondern nur die Dinge oder Eigenschaften, welche gut sind, können in der Zeit existieren, können Dauer haben und zu existieren aufhören - können Gegenstände der Wahrnehmung sein.“ Dass Moore einen ethischen Universalismus vertritt, der ihm die Möglichkeit einer schwach-metaphysischen Position unsichtbar macht, kann man kurz zuvor erkennen (ebd., § 60, S. 99-62, dt. S. 151-154, bes. S. 100, dt. S. 152): „Denn das Glück des Egoisten (sc. der rationale Hedonismus Sidgwicks, Q. V.) muss entweder gut an sich sein und somit Teil eines universalen Gutes, oder es kann überhaupt nicht gut an sich sein“ (Kursivierungen im Original!). Wenn man den Universalismus in der Ethik durch einen Partikularismus ersetzt, dann gibt es von naturalistischer Seite aus keinen Grund mehr, die Möglichkeit zu bestreiten, Gutheit und Natur miteinander als natürlich verbunden zu denken. (Wohl aber von szientistisch-essenzialistischer Seite! Vgl. 4.3.) Es bleibt jedoch noch ein weiterer Argumentationsschritt nötig (die Unterscheidung von gut an-sich und für-sich). (Vgl. hierzu 5)

27 Zu den epistemologischen Prämissen des ethischen Universalismus vgl. auch Siep 2004, S. 100 ff. sowie Quante 2003, Kap. 9 und Vieth, Quante 2001.

28 Entsprechend hält Moore die obersten Axiome des Utilitarismus für - im Sinne der Prinzipienschau - intuitiv gewiss; nur die Abwägungen sind empirisch und fallibel.

31 Vgl. Rorty 1992 (bes. Kap. 1), Rorty 1993 (bes. Kap. 1 und 2).

32 Daher hat David Friedrich Strauß diese Stellung der Naturwissenschaften in unserer Kultur auch als „neuen Glauben“ charakterisiert; vgl. Strauß 1873.

37 Vgl. oben Fn. Zur Irreduzibilität beider Perspektiven und ihrer Bedeutung für das Konzept der menschlichen Natur vgl. Honnefelder 1994 (Abschn. 4). Es sei darauf hingewiesen, dass Moores Grund für die Unversöhnlichkeit beider Perspektiven in seiner Auffassung über die Konzeption „ethischer Geltung“ liegt. Der szientistische Reduktionismus beruht zusätzlich auf einer ontologischen Behauptung, die Moore nicht explizit teilt. Vgl. den Hinweis in Fn.

38 Scheler 1928, S. 13 und 39: „Alles Seelische ist gegenstandsfähig - nicht aber der Geistesakt, die Intentio, das die seelischen Vorgänge selbst noch Schauende. Zum Sein unserer Person können wir uns nur sammeln, zu ihm hin uns konzentrieren - nicht aber es objektivieren.“ Die psychische und die physi(ologi)sche Perspektive können also nur in biografischer oder kultureller Erfahrung miteinander versöhnt (d. h. versammelt) werden. Vgl. auch Honnefelder 1994.

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